Vanguard FTSE All-World: 863,3 Mio. Euro Zuflüsse bis 24. August
Anleger investieren weiterhin massiv in den Vanguard FTSE All-World ETF, trotz stagnierendem Kurs. Die Netto-Zuflüsse erreichten in der letzten Augustwoche den Höchstwert unter allen europäischen ETFs.

- 863,3 Mio. Euro Netto-Zuflüsse in einer Woche
- Juli verzeichnete 3,79 Mrd. Dollar Zufluss
- Kurs bewegt sich nahe dem 52-Wochen-Hoch
- Gebührensenkung auf 0,14 Prozent umgesetzt
Anleger stecken weiter massiv Geld in den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF – selbst während sich der Kurs seitwärts bewegt. In der Woche bis zum 24. August verzeichnete die thesaurierende Anteilsklasse des Fonds Netto-Zuflüsse von 863,3 Millionen Euro, den höchsten Wert unter allen europäischen börsengehandelten Produkten in diesem Zeitraum. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits die Vorwoche prägte: Zum 17. August waren 637,9 Millionen Euro netto in den Fonds geflossen, was europaweit nur von physischem Gold übertroffen wurde.
Juli bestätigt Sonderstellung im ETF-Markt
Die jüngsten Wochenzahlen reihen sich in ein größeres Bild ein. Für Juli meldete die ausschüttende Anteilsklasse (VWRD LN) Netto-Zuflüsse von 3,79 Milliarden US-Dollar – der größte Einzelzufluss, den ein ETF in Europa in diesem Monat verzeichnete.
Auch nach Angaben von Morningstar führte das Vanguard-Flaggschiff gemeinsam mit einer MSCI-Japan-Strategie von iShares die europäischen Netto-Zuflüsse im Juli an. Anleger hielten demnach an globaler Aktienmarkt-Exposure fest, obwohl US-Technologiewerte zeitweise schwankten.
Diese Beständigkeit der Zuflüsse fällt in eine Phase, in der der Fonds selbst kaum vom Fleck kommt. Der Kursverlauf der vergangenen Wochen zeigt keine ausgeprägte Richtung, was angesichts der Diskussion um Bewertungen bei Schwergewichten im Portfolio nicht überrascht.
Schwergewichte sorgen für Bewegung im Index
Zwei der größten Positionen im Fonds lieferten zuletzt eigene Nachrichten. Microsoft ging am Donnerstag vergangener Woche mit 0,91 US-Dollar je Aktie ex-Dividende, was einer Gesamtausschüttung von rund 6,76 Milliarden US-Dollar entspricht – die größte Einzelzahlung unter 26 Unternehmen, die an diesem Tag ex-Dividende notierten.
Nvidia wiederum erreichte neue Allzeithochs, zeigte dabei aber technische Warnsignale: Der Relative-Stärke-Index bestätigte die neuen Kurshöchststände nicht.
Kurs bewegt sich nahe am Rekordhoch
Der Anteilsschein schloss am Montag bei 160,70 Euro, ein leichtes Minus von 0,2 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 0,6 Prozent zu Buche, während sich der Fonds auf Monatssicht um 1,2 Prozent verbessert hat – ein Effekt, der auch mit der bereits im Sommer umgesetzten Gebührensenkung von 0,19 auf 0,14 Prozent zusammenhängt.
Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 13 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sind es 20 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 164,92 Euro, erreicht am 13. August, trennen den Fonds aktuell 2,6 Prozent.
Die Kombination aus Rekordzuflüssen und einem Kurs nahe dem Jahreshoch unterstreicht, dass die massive Nachfrage nicht in erster Linie kurzfristigen Kursgewinnen folgt. Vielmehr scheinen Anleger den breiten Weltaktienindex-Fonds strukturell als Kernbaustein ihres Portfolios zu nutzen – unabhängig von der Volatilität einzelner Schwergewichte wie Nvidia oder Microsoft im Index.
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