Vanguard FTSE All-World ETF: Ab Dienstag 0,14% TER

Der Vanguard FTSE All-World ETF reduziert seine Kostenquote auf 0,14 Prozent. Anleger sparen jährlich rund 37 Millionen Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Kostenquote sinkt auf 0,14 Prozent
  • Jährliche Ersparnis von 37 Millionen Dollar
  • Fondsvolumen erreicht 75,68 Milliarden Dollar
  • Nvidia, Apple und Microsoft als Top-Positionen

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation reduziert seine laufenden Kosten. Ab Dienstag sinkt die Gesamtkostenquote von bislang 0,19 Prozent auf 0,14 Prozent. Für die Anleger des weltweit gestreuten Fonds bedeutet das nach Berechnungen eine jährliche Ersparnis von rund 37 Millionen US-Dollar.

Der ETF bildet die Wertentwicklung von mehreren Tausend Aktien aus Industrie- und Schwellenländern ab und zählt zu den größten passiven Produkten seiner Art. Aktuell liegen Nvidia mit 4,45 Prozent, Apple mit 3,98 Prozent und Microsoft mit 2,64 Prozent an der Spitze der Gewichtung. Diese Konzentration auf wenige Technologiewerte macht den Fonds besonders sensibel für deren Quartalszahlen.

Mittelzuflüsse trotz Gebührensenkung schon hoch

Bereits vor der Kostensenkung verzeichnete der Fonds im laufenden Jahr Nettomittelzuflüsse von 18,2 Milliarden US-Dollar. Das Fondsvolumen liegt inzwischen bei 75,68 Milliarden US-Dollar. Die Reduzierung der Gebühren dürfte den Zulauf zusätzlich stützen, da der ETF im Wettbewerb um kostenbewusste Privatanleger noch attraktiver wird.

An der Börse zeigt sich der Fonds zuletzt stabil. Am Freitag schloss das Papier bei 163,78 Euro, nach einem Zuwachs von 0,10 Prozent auf Tagessicht. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von 12,67 Prozent zu Buche. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 167,10 Euro, erreicht im Juni, fehlen aktuell knapp zwei Prozent – der Fonds bewegt sich also weiterhin in Reichweite seines Rekordniveaus.

Berichtssaison und Fed-Sitzung als nächste Prüfsteine

Die kommenden Tage dürften für die Wertentwicklung des ETF richtungsweisend werden. Mit Microsoft am Dienstag, Meta am Mittwoch sowie Apple und Amazon am Donnerstag legen gleich vier der größten Positionen des Fonds ihre Quartalszahlen vor. Da diese Technologiewerte einen erheblichen Anteil an der Gesamtgewichtung ausmachen, wirken sich überraschende Ergebnisse oder Ausblicke unmittelbar auf den Kurs des ETF aus.

Parallel dazu entscheidet die US-Notenbank am Dienstag und Mittwoch über den weiteren Zinskurs. Die Sitzung gilt als besonders unsicher: Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sind darüber gespalten, ob bis Jahresende noch eine Zinserhöhung folgt. Der Vorsitzende Kevin Warsh hat betont, für hohe Inflation „keine Toleranz“ zu haben, ohne sich jedoch auf einen konkreten Kurs festzulegen. Für einen breit gestreuten Fonds wie den Vanguard FTSE All-World bedeutet diese Gemengelage aus Notenbankentscheidung und Berichtssaison eine Woche mit überdurchschnittlichem Nachrichtenfluss.

Anleger, die auf den ETF setzen, kaufen damit weiterhin ein Produkt, dessen Kostenvorteil ab Dienstag noch größer wird, dessen kurzfristige Entwicklung aber maßgeblich von den Ergebnissen weniger Schwergewichte und von der Zinspolitik der Fed abhängt. Die im Jahresverlauf gewachsene Diversifikation über Tausende Einzeltitel ändert nichts daran, dass die größten Positionen den Ausschlag geben – ein Umstand, der sich in den kommenden Handelstagen deutlich zeigen dürfte.

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