Vanguard FTSE All-World ETF: Doppelschlag für Nicht-US-Märkte

Internationale Aktien außerhalb der USA legen seit 2024 deutlich stärker zu als US-Werte. Strukturelle Faktoren wie Währungseffekte und günstigere Bewertungen treiben die Performance des Vanguard FTSE All-World ETF.

Die Kernpunkte:
  • Starke Outperformance von Non-US-Aktien seit 2024
  • Günstigere Bewertungen außerhalb der USA
  • ETF abbildet über 3.600 Aktien weltweit
  • Schwacher Dollar begünstigt internationale Renditen

Seit November 2024 haben internationale Aktien außerhalb der USA rund 15 % mehr zugelegt als US-Werte. Für den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (VWCE) ist das kein Zufall — es ist struktureller Rückenwind.

Warum Non-US-Märkte gerade dominieren

Drei Faktoren treiben die Rotation weg von US-Megacaps: ein schwächerer Dollar, attraktivere Bewertungen außerhalb der USA und steigende europäische Verteidigungsausgaben. Nicht-US-Aktien übertrafen US-Werte im Jahr 2025 um 13,9 Prozentpunkte — in Dollar gerechnet. Selbst nach dieser Aufholjagd sind internationale Aktien gemessen an Forward-KGVs noch rund 35 % günstiger als US-Titel.

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Dirk Hofschire von Fidelity bringt es auf den Punkt: Nach 15 bis 20 Jahren Underperformance seien Währungen und Aktien außerhalb der USA „immer noch wirklich unterbewertet“. Kein Wunder, dass Kapital umgeschichtet wird.

Der MSCI Emerging Markets Index legte in den ersten zwei Monaten 2026 um 14,9 % zu. Schwellenmarktaktien könnten laut Cambridge Associates erstmals seit fünf Jahren wieder Industrieländer-Aktien übertreffen.

Was VWCE konkret abbildet

Der ETF hält rund 3.600 Aktien aus mehr als 45 Ländern — entwickelte und aufstrebende Märkte zusammen. Die USA machen mit 64 % den größten Block aus, gefolgt von Japan mit 5,5 %, Großbritannien mit 3,4 % und China mit 3,3 %. Das Fondsvolumen liegt bei 33,1 Milliarden Euro, die Gesamtkostenquote bei 0,19 % jährlich.

Der Kurs notiert aktuell bei 150,88 Euro — nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 151,12 Euro. Über zwölf Monate beträgt das Plus 28 %.

Rückenwind, aber mit Gegenwind

Die Bewertungsprämie des US-Tech-Sektors ist bereits geschrumpft. Das 12-Monats-Forward-KGV der US-IT-Branche gegenüber anderen Sektoren liegt auf dem niedrigsten Stand seit Mitte 2020. Analysten erwarten für den Tech-Sektor 2026 dennoch ein Gewinnwachstum von 43 % — nach 26 % im Vorjahr.

Politische Unsicherheit bleibt ein Faktor. Fragen zur Unabhängigkeit der US-Notenbank und Zoll-Schlagzeilen belasten die Stimmung. Der Dollar hat in diesem Umfeld rund 10 % verloren — was internationale Renditen für US-Anleger weiter aufwertet, für Euro-Anleger aber neutral bis leicht negativ wirkt.

Der Vergleich mit dem reinen US-ETF VUAA zeigt die Kehrseite der Diversifikation: Seit 2019 erzielte VUAA eine Rendite von 118 %, VWCE kommt auf 80 %. Die laufende Rotation könnte diese Lücke schrittweise schließen — wie schnell, hängt maßgeblich davon ab, ob der Dollar weiter nachgibt und europäische sowie asiatische Konjunkturdaten liefern.

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