Vanguard FTSE All-World ex-US: 12,4 Prozent seit März

Der Vanguard FTSE All-World ex-US ETF zeigt sich robust gegen globale Marktturbulenzen und notiert nahe seinem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • ETF schließt mit 0,9 Prozent im Plus
  • Widerstandsfähig trotz Ölpreis- und Zinssorgen
  • Neutraler RSI von 52,2 signalisiert Ausgeglichenheit
  • Institutionelle Anleger verfolgen unterschiedliche Strategien

Montagabend schloss der Vanguard FTSE All-World ex-US ETF bei 70,99 Euro – ein Plus von 0,9 Prozent. Ein kleines Zeichen der Stabilität in einem Markt, der gerade alles andere als stabil ist.

Die vergangene Woche war ein Wechselbad der Gefühle. Ölpreise stiegen, weil Israel Luftangriffe auf den Iran flog. Gleichzeitig sorgte ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht für Spekulationen: Die Federal Reserve könnte die Zinsen länger hoch halten. Die Folge? Technologieaktien gerieten unter Druck, besonders nach enttäuschenden Prognosen von Broadcom. Der STOXX 600 rutschte auf ein Zwei-Wochen-Tief.

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Doch der VEU hielt sich besser als viele Einzelwerte. Der ETF bildet den FTSE All-World ex-US Index ab – eine Mischung aus Industrieländern und Schwellenmärkten, ohne US-Aktien. Seine größten Positionen? Taiwan Semiconductor, Samsung Electronics und ASML. Drei Schwergewichte, die den Kurs stützen, wenn der Rest wackelt.

Aktuell notiert der ETF 1,4 Prozent unter seinem Jahreshoch von 72,01 Euro. Vom Tief im März hat er sich deutlich erholt – plus 12,4 Prozent. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 52,2: neutral, weder überkauft noch überverkauft.

Institutionelle Investoren bleiben gespalten

Im vierten Quartal 2025 hielten 1.518 große Fonds VEU-Anteile im Wert von 26,2 Milliarden Dollar. Die Strategien gingen auseinander: 191 Fonds stiegen neu ein, 659 stockten auf. Gleichzeitig reduzierten 397 ihre Positionen. IMA Advisory Services erhöhte seinen Anteil, während Strategic Wealth Investment Group verkaufte.

Die nächsten Tage könnten die Richtung vorgeben. Am Mittwoch kommt der US-Verbraucherpreisindex für Mai. Die Europäische Zentralbank trifft sich am Donnerstag – eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte gilt als wahrscheinlich. Beide Ereignisse werden zeigen, ob der VEU seine relative Stärke halten kann.

Hinzu kommt die Volatilität: 17,6 Prozent annualisiert in den letzten 30 Tagen. Für Anleger, die auf internationale Märkte setzen, bleibt es ein Balanceakt.

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