Vanguard FTSE All-World: Fed-Split 8-4 belastet

Trotz Fed-interner Spannungen und hoher Ölpreise verzeichnet der VWCE im April ein deutliches Plus. Die Aktienmärkte ignorieren die makroökonomischen Risiken.

Die Kernpunkte:
  • Fed-Komitee zeigt tiefe Uneinigkeit
  • Ölpreis steigt über 105 Dollar
  • VWCE mit 27 Prozent Jahresplus
  • Fondsvolumen über 35 Milliarden Euro

Ein historischer Riss in der US-Notenbank und ein Ölpreis jenseits der 100-Dollar-Marke. Das Umfeld für globale Aktien gleicht derzeit einem fundamentalen Minenfeld. Dennoch beendet der Vanguard FTSE All-World ETF (VWCE) den April mit bemerkenswerter Stärke. Bei dem Weltportfolio klaffen makroökonomische Risiken und Kursentwicklung weit auseinander.

Historischer Riss in der Notenbank

Die US-Notenbank lieferte das bestimmende Ereignis der Woche. Das Komitee beließ den Leitzins erwartungsgemäß in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Bemerkenswert ist die Abstimmung selbst. Vier Mitglieder stellten sich gegen die offizielle Linie und lehnten eine Neigung zu baldigen Zinssenkungen ab. Ein derart tiefes Zerwürfnis gab es im FOMC zuletzt im Oktober 1992.

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Die Abweichler verweisen auf die hartnäckige Inflation. Ein wesentlicher Treiber dafür sind die globalen Energiepreise. Der Nahostkonflikt hält die Rohstoffmärkte unter Spannung. Brent-Rohöl kletterte wieder über die Marke von 105 US-Dollar pro Barrel. Zentralbanken stehen vor einem Dilemma. Sie müssen steigende Teuerungsraten gegen ein abkühlendes Wirtschaftswachstum abwägen.

Europäische Aktienmärkte reagierten nervös auf die Rückkehr dieser Energierisikoprämie. Der britische und der deutsche Markt gaben auf Wochensicht jeweils rund drei Prozent nach. Da US-Titel etwa zwei Drittel des zugrundeliegenden FTSE All-World Index ausmachen, konnte der ETF diese regionale Schwäche abfedern. Schwellenländer zeigten sich robuster und bauten ihre Jahresführung als stärkste Aktienregion aus.

Starke Performance trotz trüber Prognosen

Vanguards eigenes Strategieteam zeichnet ein zunehmend defensives Bild. Die Experten senkten die US-Wachstumsprognose auf 2,3 Prozent. Die erwartete US-Inflation korrigierten sie auf 2,8 Prozent nach oben. Für Großbritannien rechnet das Haus nun nicht mehr mit Zinssenkungen im laufenden Jahr.

Die Aktienmärkte ignorierten diese Warnsignale im April weitgehend. Der S&P 500 legte im Monatsverlauf zweistellig zu. Der VWCE schloss am 30. April auf Xetra bei 153,96 Euro. Auf Jahressicht steht für den thesaurierenden Welt-ETF inklusive reinvestierter Dividenden ein Plus von gut 27 Prozent auf der Anzeigetafel.

Mit einem Fondsvolumen von über 35 Milliarden Euro bleibt der Vanguard-ETF ein Schwergewicht für globale Anleger. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 0,19 Prozent. Im Mai trifft dieses breit gestreute Portfolio auf harte Realitäten. Die anstehende personelle Neuaufstellung an der Fed-Spitze und der volatile Ölmarkt definieren die nächsten konkreten Hürden für den globalen Aktienmarkt.

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