Vanguard FTSE All-World: TER auf 0,14 Prozent, 75 Mrd USD AUM

Der Vanguard All-World ETF verwaltet rund 75 Milliarden US-Dollar, senkt seine Gebühren und verzeichnet seit Jahresbeginn 15 Prozent Kursplus.

Die Kernpunkte:
  • Über 16 Milliarden Dollar neue Mittel
  • Fondsvolumen erreicht rund 75 Milliarden
  • Laufende Kosten auf 0,14 Prozent gesenkt
  • Kurs bleibt über dem 200-Tage-Schnitt

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD Accumulation) hat im laufenden Jahr mehr als 16 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital eingesammelt. Damit verwaltet der Fonds inzwischen rund 75 Milliarden US-Dollar und gilt Marktbeobachtern zufolge als der am schnellsten wachsende global anlegende ETF, der europäischen Investoren zur Verfügung steht.

Die Zuflüsse belegen, dass Sparer weiterhin auf breit gestreute Weltportfolios setzen, statt einzelne Regionen oder Branchen zu gewichten. Der Fonds bildet die Wertentwicklung tausender Aktien aus Industrie- und Schwellenländern ab und reinvestiert Erträge automatisch, was ihn für den langfristigen Vermögensaufbau attraktiv macht.

Kostensenkung stützt das Wachstum

Vanguard hatte am vergangenen Montag bekannt gegeben, die laufenden Kosten des Fonds von 0,19 auf 0,14 Prozent zu senken – ein Einschnitt von mehr als einem Viertel, der Anlegern nach Unternehmensangaben zusammen rund 37 Millionen US-Dollar jährlich einspart. Bereits im Oktober vergangenen Jahres war die Gebühr von 0,22 auf 0,19 Prozent reduziert worden.

Binnen weniger Monate hat sich die Kostenquote damit um mehr als ein Drittel verringert. Diese Preispolitik dürfte einer der Treiber hinter den anhaltend hohen Mittelzuflüssen sein, da Kostenvorteile sich über lange Anlagehorizonte spürbar auf die Rendite auswirken.

Parallel dazu hatte Vanguard am vergangenen Sonntag drei neue globale Aktien-ETFs aufgelegt – einen Fonds, der auch Nebenwerte breiter abdeckt, einen reinen Small-Cap-ETF sowie eine Variante ohne US-Aktien. Die neuen Produkte notieren unter anderem an der Londoner Börse, der Deutschen Börse, Euronext Amsterdam, der Borsa Italiana und der SIX Swiss Exchange.

Seit der Notierungsaufnahme hat der All-World-ETF selbst leicht nachgegeben, um 0,5 Prozent. Die Neulancierungen zielen eher auf Anleger, die ihr Weltportfolio um Nebenwerte ergänzen oder US-Übergewichtungen vermeiden wollen, als dass sie eine unmittelbare Konkurrenz zum etablierten Flaggschiff darstellen.

Kursbild bleibt robust

An der Börse notiert der ETF aktuell bei 166,80 Euro und liegt damit rund 2,0 Prozent unter seinem am 13. August markierten 52-Wochen-Hoch von 170,24 Euro.

Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sind es 23 Prozent. Der Kurs bewegt sich mit einem Abstand von 7,8 Prozent klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 154,67 Euro, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet.

Die Kombination aus sinkenden Kosten, breiter Diversifikation und stetigen Zuflüssen macht den Fonds für viele Privatanleger zu einem zentralen Baustein ihrer Altersvorsorge. Dass Vanguard sein Angebot zugleich um spezialisiertere Weltportfolio-Varianten erweitert, zeigt, wie stark der Wettbewerb um kostengünstige, global gestreute Anlagelösungen inzwischen geworden ist – ohne dass dies dem etablierten Flaggschiff bislang geschadet hätte.

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