Vanguard FTSE All-World: TER auf 0,14 Prozent gesenkt
Der Vanguard-ETF wächst dank hoher Mittelzuflüsse auf 76,8 Milliarden US-Dollar, während niedrigere Gebühren und ein Kursplus von 14 Prozent stützen.

- Fondsvolumen steigt auf 76,8 Milliarden US-Dollar
- Seit Januar flossen über 16 Milliarden US-Dollar zu
- Vanguard senkte laufende ETF-Kosten erneut
- Kursplus von 14 Prozent seit Jahresbeginn
Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF hat sich zum größten Fonds seiner Art in Europa entwickelt. Nach Angaben von Vanguard verwaltet das Produkt inzwischen 76,8 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert, der die anhaltende Nachfrage nach breit gestreuten Indexanlagen unterstreicht.
Zuflüsse treiben das Volumen
Allein seit Jahresbeginn flossen dem ETF über 16 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital zu, wie Vanguard mitteilte. Andere Auswertungen beziffern die Nettozuflüsse seit Januar sogar auf 18,2 Milliarden US-Dollar und machen den Fonds damit zum am stärksten wachsenden Einzel-ETF der jüngeren Vergangenheit.
Anleger nutzen das Produkt offenbar zunehmend als zentralen Baustein für eine global diversifizierte Aktienquote – ein Trend, der sich über mehrere Monate hinweg verstetigt hat.
Diese Größenordnung ist kein Zufall. Vor rund sechs Wochen hatte Vanguard die laufenden Kosten des ETF spürbar gesenkt: von 0,19 Prozent auf 0,14 Prozent für die unbesicherte Anteilsklasse, bei der währungsgesicherten Variante von 0,22 auf 0,17 Prozent. Damit hat der Anbieter die Gebühren binnen weniger als einem Jahr insgesamt um mehr als ein Drittel reduziert – im vergangenen Oktober war bereits eine erste Senkung von 0,22 Prozent erfolgt.
Vanguard selbst rechnet vor, dass Anleger durch den jüngsten Schritt zusammengerechnet rund 37 Millionen US-Dollar jährlich einsparen. Für einen Fonds, der auf jahrzehntelange Haltedauer ausgelegt ist, wirkt sich ein solcher Kostenvorteil über die Zeit deutlich aus – ein Argument, das offenkundig bei institutionellen wie privaten Anlegern verfängt.
Kursbild bleibt stabil trotz kleiner Rücksetzer
An der Börse zeigt sich der ETF derzeit robust, wenn auch mit leichten Bremsspuren. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 14 Prozent zu Buche, der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 166,14 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen dem Papier lediglich 2,4 Prozent – ein Abstand, der angesichts der jüngsten Konsolidierung als moderat gelten kann und die grundsätzlich intakte Aufwärtstendenz nicht infrage stellt.
Die Kombination aus sinkenden Kosten, wachsendem Volumen und stabiler Kursentwicklung dürfte den Status des Fonds als bevorzugtes Vehikel für passive Weltaktienstrategien weiter festigen. Für Anleger, die auf eine breite Streuung über Industrie- und Schwellenländer setzen, bleibt der ETF damit einer der meistbeachteten Kandidaten am europäischen Markt.
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