Veolia Aktie: ENGIE-Geschäft in der Slowakei übernommen
Zwei Banken halten an Kaufempfehlungen fest; Veolia schließt US-Anlage ab und übernimmt das slowakische ENGIE-Geschäft.

- Deutsche Bank senkt Kursziel auf 37 Euro
- Goldman Sachs hält ebenfalls an 37 Euro fest
- Abwasseranlage in New Jersey fertiggestellt
- Veolia Slovensko übernimmt ENGIE-Geschäft
Die Veolia-Aktie schloss am Freitag bei 31,43 Euro mit einem Tagesplus von 1,7 Prozent. Zwar haben führende Bankhäuser ihre Erwartungen für den französischen Umweltdienstleister leicht nachjustiert, doch die fundamentale Zuversicht bleibt intakt. Gleichzeitig baut der Konzern seine Infrastrukturprojekte im Ausland aus.
Analysten kappen Ziele auf 37 Euro
Am Mittwoch passte die Deutsche Bank ihr Kursziel für Veolia von bisher 39 Euro auf 37 Euro an. Die Einstufung beließ das Institut jedoch unverändert auf „Buy“. Wenige Tage zuvor, am Montag, hatte bereits Goldman Sachs ein ähnliches Signal gesendet: Die US-Investmentbank reduzierte ihr Ziel von 41 Euro ebenfalls auf 37 Euro, hielt aber gleichfalls an ihrer Kaufempfehlung fest.
Beide Häuser sehen für den Titel somit weiterhin deutlichen Spielraum über dem jüngsten Kursniveau. Die gleichlautenden Zielmarken unterstreichen, dass die Experten dem Versorger trotz makroökonomischer Herausforderungen ein robustes Erholungspotenzial zutrauen.
Ausbau der Wasserinfrastruktur in Übersee und Europa
Rückendeckung erhält das operative Geschäft durch kontinuierliche Projektabschlüsse. Am Mittwoch stellte Veolia die Abwasserbehandlungsanlage Princeton Meadows im US-Bundesstaat New Jersey fertig. Das Projekt in der Gemeinde Plainsboro erforderte ein Investitionsvolumen von 58 Millionen $. Die Ersatzanlage ist darauf ausgelegt, rund 11.000 Einwohner und Gewerbebetriebe zuverlässig zu versorgen.
Auch im europäischen Kernmarkt zeichnet sich zusätzliches Potenzial ab. Bereits am 2. Oktober wurde bekannt, dass die Tochtergesellschaft Sociedad General de Aguas de Barcelona bei einer Ausschreibung für eine Trinkwasserkonzession im Großraum Barcelona auf dem ersten Platz eingestuft wurde. Das geplante Vertragswerk mit einer Laufzeit von 25 Jahren umfasst ein Volumen von 1 Milliarde Euro und deckt acht Gemeinden mit mehr als 230.000 Menschen ab. Die endgültige Vergabe der Konzession steht allerdings noch aus.
Ergänzend dazu baute der Konzern seine osteuropäische Präsenz aus: Die Tochtergesellschaft Veolia Slovensko schloss die Übernahme des slowakischen Geschäfts des Energieunternehmens ENGIE ab. Mit diesen Fortschritten untermauert Veolia seine strategische Positionierung als führender Betreiber kommunaler Netze und industrieller Umwelttechnik.
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