Verbio Aktie: 300 Prozent in zwölf Monaten

Der Biokraftstoffkonzern profitiert von positiven Chartsignalen, neuen THG-Quoten und einer angehobenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Die Kernpunkte:
  • Kursanstieg auf 38,50 Euro
  • Widerstand bei 40 Euro im Fokus
  • THG-Quote steigt bis 2027 deutlich
  • EBITDA-Prognose konkretisiert

Die Verbio-Aktie tastet sich wieder an die Marke von 40 Euro heran. Nach einem Plus von 3,22 Prozent am Dienstag schloss der Titel bei 38,50 Euro. Der jüngste Anstieg wirkt nicht zufällig. Mehrere Signale aus Chartbild, Regulierung und Geschäftsausblick stützen die Bewegung.

Chartbild wird enger

Kurzfristig hat sich das Papier spürbar gefestigt. Der Kurs liegt knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 38,28 Euro und damit wieder im Bereich des laufenden Trends. Noch wichtiger: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 72,96 Prozent, über zwölf Monate sogar von 300,42 Prozent.

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Der nächste Widerstand liegt um 40 Euro. Ein Sprung darüber könnte den Blick wieder auf das Jahreshoch bei 46,14 Euro lenken. Der Abstand dorthin ist zwar noch klar, aber der Markt testet den Bereich mit wachsender Konsequenz.

Analysten bleiben gespalten

Bei der Bewertung gehen die Einschätzungen weit auseinander. mwb research sieht Spielraum bis 55 Euro und hält an der Kaufempfehlung fest. Die Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel auf 42 Euro und bleibt ebenfalls bei „Buy“.

Jefferies bleibt vorsichtiger. Das Haus bewertet die Aktie mit „Hold“ und nennt 36 Euro als Ziel. Das zeigt: Die Erwartungen an die Margen im volatilen Biokraftstoffmarkt sind weiter stark auseinandergezogen.

Rückenwind aus Berlin

Unterstützung kommt aus dem Regulierungsumfeld. Der Bundesrat hat die neue THG-Quote bestätigt. Sie soll von derzeit 12 Prozent auf 17,5 Prozent im Jahr 2027 steigen. Bis 2040 ist ein Zielwert von 65 Prozent vorgesehen.

Für Verbio ist vor allem der Wegfall der Doppelanrechnung wichtig. Physisch produzierte Mengen dürften dadurch an Gewicht gewinnen. Hinzu kommen strengere Kontrollen bei Importen ab 2027. Das könnte den Markt zusätzlich stabilisieren.

Blick auf das Geschäftsjahr

Auch operativ traut sich das Management mehr zu. Für 2025/2026 hat Verbio die EBITDA-Prognose zuletzt am oberen Ende der Spanne von 100 bis 140 Millionen Euro konkretisiert. Das ist ein klares Signal, dass die jüngste Trendwende im Geschäft nicht nur ein Kursspiel ist.

Im Juni richtet sich der Fokus auf die nächsten Aussagen zur Liquidität und zum Free Cashflow. Parallel bleibt der Hochlauf der Anlagen, vor allem in Nevada, ein Thema. Gelingt beim Kurs der Schritt über 40 Euro und bleiben die THG-Preise stabil, könnte der Markt den nächsten Anlauf Richtung Jahreshoch wagen.

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