Verbio Aktie: Drei Wachstumshebel

Verbio steigert Umsatz und EBITDA deutlich durch US-Expansion, ein neues Chemiegeschäft und eine Erholung des THG-Quotenmarkts. Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Hoch.

Die Kernpunkte:
  • Starker Umsatz- und EBITDA-Wachstum im Halbjahr
  • Zweite US-Bioraffinerie soll 2026 in Betrieb gehen
  • Neues Geschäftsfeld mit erneuerbaren Chemiegrundstoffen
  • Aktie mit deutlichem Kursplus im vergangenen Jahr

Verbio drückt gleichzeitig auf mehrere Pedale. Zwei US-Bioraffinerien, ein neues Geschäftsfeld für die Chemieindustrie und ein sich erholender THG-Quotenmarkt — das Unternehmen hat sich in kurzer Zeit erheblich breiter aufgestellt als noch vor zwei Jahren.

USA: Kapazitäten wachsen

Der Standort in Nevada, Iowa, läuft seit August 2024 als vollintegrierte Bioraffinerie mit einer Jahreskapazität von bis zu 60 Millionen Gallonen Bioethanol und 2,3 Millionen MMBtu erneuerbarem Erdgas. Die zweite US-Anlage in South Bend, Indiana, folgt: Nach Investitionen von 230 Millionen US-Dollar soll sie 2026 in Betrieb gehen — mit einer geplanten Kapazität von mindestens 250.000 Tonnen Bioethanol und 850.000 MWh Biomethan pro Jahr.

Dass die nordamerikanischen Kapazitäten bereits messbar wirken, zeigen die Halbjahresergebnisse. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 kletterte der Konzernumsatz auf 893,7 Millionen Euro — nach 751,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA im zweiten Quartal legte um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, gegenüber dem Vorquartal sogar um 95 Prozent auf 30,1 Millionen Euro. Getragen wurde das Wachstum von höheren Produktionsmengen bei Bioethanol und Biomethan sowie einer Erholung des THG-Quotenmarkts in Europa.

Bitterfeld als neues Standbein

Parallel zur US-Expansion bereitet Verbio eine strategische Erweiterung in Deutschland vor. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll der Standort Bitterfeld erneuerbare Moleküle für die Chemieindustrie liefern — als Grundbausteine für Reinigungsmittel, Schmierstoffe und Kunststoffe. Das öffnet einen Absatzkanal jenseits des Kraftstoffsektors, der bislang das Kerngeschäft dominiert.

Regulatorisch zeichnet sich ebenfalls Klarheit ab: Der Bundesrat hat sich bereits mit dem neuen THG-Quotengesetz befasst, die abschließende Beratung im Bundestag war für März 2026 geplant — mit rückwirkender Geltung ab dem 1. Januar 2026. Das gibt dem Management Planungssicherheit für das laufende Geschäftsjahr und begründete die Anhebung der Jahresprognose auf das obere Ende des bisherigen Korridors.

Kurs auf Allzeithoch

An der Börse spiegelt sich die operative Dynamik deutlich wider. Mit einem Plus von rund 255 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten und einem gestrigen Schlusskurs von 37,04 Euro — zugleich das 52-Wochen-Hoch — hat die Aktie eine bemerkenswerte Neubewertung erfahren. Der RSI von knapp 30 signalisiert dabei eine technisch überverkaufte Situation, die kurzfristig für Gegenwind sorgen könnte.

Der nächste konkrete Prüfstein ist der Quartalsbericht für Q3 2025/26 (Zeitraum bis 31. März 2026), der zeigen wird, ob der operative Schwung aus dem ersten Halbjahr anhält und die South-Bend-Anlage planmäßig auf die Zielgerade einbiegt.

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