Verbund erwartet höheres Ergebnis, Aktie mit Bodenbildung

Die österreichische Verbund AG ist das führende Stromunternehmen in der Alpenrepublik. Daneben gehört der Konzern zu den größten Erzeugern von Strom aus Wasserkraft in Europa. Dabei werden mehr als 90% des erzeugten Stroms aus Wasserkraft produziert. Ergänzt wird die Herstellung durch Wärme- und Windkraft.

 

© VERBUND
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Insgesamt betreut Verbund rund 350.000 Kunden und handelt dabei in 12 Ländern mit Strom. Neben der Stromerzeugung agiert Verbund mit Tochterunternehmen und Partnern auch im Bereich Transport, internationaler Handel und Vertrieb.

51% der Anteile befinden sich im Besitz der Republik Österreich. Mehr als 25% der Anteile werden von Syndikat EVN und den Wiener Stadtwerken gehalten. Tiwag besitzt mehr als 5% und der restliche Anteil der Aktien befindet sich im Streubesitz.

 

Verbund mit schwachen Jahreszahlen

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Verbund einen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro erzielen. Die entsprach einem Rückgang von 13,2% gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA lag bei knapp 809 Mio. Euro und damit 37,9% unter dem Wert des Vorjahres. Beim EBIT erreichte der Konzern 384,4 Mio. Euro und damit ein Plus von 159,3%. Die entsprechenden Margen erreichten 28,5% und 13,6%.

Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von 126,1 Mio. Euro. Die bereinigte Eigenkapitalquote betrug 44,7%.

 

Verbund rechnet mit höherem Ergebnis

Durch Auflösung von Rückstellungen aufgrund von erwarteten Verfahrensbereinigungen im Netzbereich sah man sich jetzt in der Lage, den Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr zu erhöhen. Daneben wirkten positive Effekte durch eine überdurchschnittliche Wasserführung im 1. Halbjahr sowie Reduktionen im Aufwandsbereich und Verbesserungen im Strom- und Netzgeschäft.

Nunmehr erwartet Verbund auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft im restlichen Geschäftsjahr ein EBITDA von ca. 850 Mio. Euro. Zuvor war der Konzern von 770 Mio. Euro ausgegangen.

Das Konzernergebnis soll nach der bisherigen Prognose von 180 Mio. Euro jetzt bei rund 240 Mio. Euro liegen. Dabei soll sich die geplante Dividende weiterhin an einer Ausschüttungsquote von rund 50% des bereinigten Konzernergebnisses orientieren.

 

Hat die Aktie ihren Boden gefunden?

Die Aktie von Verbund hat harte Zeiten hinter sich. Nachdem noch Ende Februar ein neues Jahreshoch gesetzt werden konnte, folgte die Monate danach ein anhaltender Abwärtstrend. So ging es von 17,33 Euro bis auf 12,55 Euro vor zwei Tagen abwärts. Damit scheint jedoch nun auch der Boden gefunden zu sein.

150710 Verbund

Im gestrigen Handelsverlauf legten die Papiere von genanntem Tiefkurs wieder um einiges zu. Auch heute wurde bereits ein leichtes Plus von 0,86% erzielt. Zwar ist der erhöhte Ausblick ein gutes Signal, aber das allein wird noch nicht reichen, um dem Wert dauerhaft wieder nach oben zu verhelfen.

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