Vestas: 30 Megawatt Schwimmwind im Mittelmeer
Vestas liefert Turbinen für eines der weltweit größten schwimmenden Offshore-Windprojekte und meldet zugleich Rekordauftragsbestand.

- Lieferung für Pilotprojekt EFGL
- Drei Turbinen mit 30 MW Leistung
- Umsatzplus von 14 Prozent
- Auftragsbestand auf Rekordniveau
Vestas setzt im französischen Mittelmeer einen neuen technologischen Anker. Der Windkraft-Spezialist rüstet eines der weltweit leistungsstärksten schwimmenden Offshore-Projekte mit seinen Turbinen aus. Das Pilotprojekt EFGL markiert den Vorstoß in tiefere Gewässer, wo klassische Fundamente an ihre Grenzen stoßen.
Meilenstein im Mittelmeer
Für das Projekt Éoliennes Flottantes du Golfe du Lion liefert Vestas drei Anlagen des Typs V164-10MW. Mit einer Gesamtkapazität von 30 Megawatt gehört die Installation zu den größten ihrer Art. Während Principle Power die Wartung der schwimmenden Fundamente übernimmt, verantwortet Vestas den Service der Turbinen.
Die Technik gilt als Schlüssel für den Ausbau der Windkraft in Küstenregionen mit großer Meerestiefe. Hier können schwimmende Plattformen flexibler positioniert werden als fest installierte Anlagen. Vestas festigt mit diesem Einsatz seine Rolle in einem Markt, der bisher als Nische galt.
Massive Auftragsbücher
Parallel zum technologischen Fortschritt zeigen die Finanzen eine stabile Tendenz. Im ersten Quartal 2026 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 14 Prozent auf vier Milliarden Euro. Die operative Marge vor Sondereffekten lag bei 3,2 Prozent.
Besonders das Neugeschäft treibt die Entwicklung voran. Der Auftragseingang erreichte im ersten Quartal 5,2 Milliarden Euro. Damit schwillt der gesamte Auftragsbestand auf die Rekordmarke von 76,1 Milliarden Euro an.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Der Umsatz soll zwischen 20 und 22 Milliarden Euro liegen. Die Aktie notiert aktuell bei 23,71 Euro. Neue Impulse erwarten Marktteilnehmer im August, wenn Vestas den nächsten detaillierten Finanzbericht vorlegt.
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