Vestas: Cashflow rutscht auf minus 533 Millionen
Vestas verzeichnet hohe Umsätze und Aufträge, kämpft aber mit einem deutlich negativen freien Cashflow von minus 533 Millionen Euro.

- Quartalsumsatz von knapp 4 Milliarden Euro
- Cashflow-Defizit steigt auf 533 Millionen
- Dividende trotz Finanzlücke um 35 Prozent erhöht
- Neues Werk in Schottland für 250 Millionen Euro
Vestas meldet für das erste Quartal 2026 volle Auftragsbücher. Die Nachfrage nach Offshore-Turbinen treibt den Umsatz an. Indes wächst jedoch ein finanzielles Problem: Der Cashflow rutscht tiefer ins Minus.
Starke Nachfrage trifft auf hohe Investitionen
Der dänische Windkraft-Spezialist erzielte einen Quartalsumsatz von 3.966 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 82 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte derweil die Marke von 76,1 Milliarden Euro.
Um diese Last zu bewältigen, baut das Unternehmen seine Kapazitäten aus. In Schottland entsteht für 250 Millionen Euro ein neues Werk für Turbinen. In den Niederlanden testet Vestas zudem rot lackierte Rotorblätter. Diese sollen Vögel schützen und Kollisionen verhindern. Das Projekt nutzt die V236-Turbinen mit 15 Megawatt Leistung für eine Feldstudie.
Beim Klimaschutz schraubt das Management seine Ambitionen zurück. Statt der vollständigen CO2-Neutralität bis 2030 will Vestas die Emissionen nur noch um 50 Prozent senken. Diese Anpassung betrifft den gesamten operativen Betrieb des Herstellers.
Die Lücke in der Kasse
Der freie Cashflow bereitet Marktbeobachtern Sorgen. Im ersten Quartal 2026 lag dieser bei minus 533 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum betrug das Defizit lediglich 325 Millionen Euro.
Trotz der Cash-Belastung hob der Vorstand die Dividende um rund 35 Prozent an. Aktionäre erhalten 0,74 dänische Kronen je Aktie. Das entspricht einer Rendite von etwa 0,5 Prozent.
Analysten bewerten die Aktie derzeit zurückhaltend. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 29,9 über dem Branchenschnitt von 27,8. Mehrere Banken setzen das Kursziel bei 190 dänischen Kronen an und empfehlen, die Papiere vorerst nur zu halten.
Für das Gesamtjahr 2026 plant Vestas einen Umsatz von bis zu 22 Milliarden Euro. Die operative Marge soll sich im mittleren einstelligen Bereich bewegen. Ein millionenschweres Rückkaufprogramm soll den Kurs zusätzlich stützen. Die Umwandlung der Aufträge in liquide Mittel bleibt die zentrale Aufgabe für das laufende Jahr.
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