Vestas – Das Geschäft boomt

Der dänische Windturbinen-Hersteller Vestas kann sich aktuell vor Aufträgen kaum retten. Das Unternehmen bekommt einen Auftrag nach dem nächsten. Schon jetzt hat Vestas die nächsten Monate beide Hände voll zu tun. Die Aktionäre sind begeistert. Das sieht man an der Entwicklung des Aktienkurses.

 

Vestas
© Vestas

Zuletzt hat EnBW einen Großauftrag an Vestas vergeben. Der Hersteller soll 45 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von fast 149 Megawatt erstellen. Die Anlagen sollen in den nächsten beiden Jahren in Deutschland eingebaut werden.

 

Projekt-Pipeline von Vestas zum Bersten gefüllt

Zuvor hat das Unternehmen noch kurz vor Abschluss des 2. Quartals Aufträge mit einer Gesamtleistung von 1.410 Megawatt gemeldet. Zuerst hatte sich ein US-Großkunde gemeldet und 75 Windturbinen für einen Windpark in Texas bestellt. Das nächste Projekt kam aus Schottland und umfasst 22 Großturbinen. Die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme soll in beiden Fällen im Jahr 2016 beginnen. Unmittelbar danach erhielten die Dänen den nächsten Auftrag aus Chile. Auch hier soll Vestas 56 Großturbinen liefern.

Auch in der Heimat bleibt Vestas aktiv: Ein Windpark im Kreis Holstebro in Dänemark soll aus 12 Großturbinen bestehen, die Vestas alle liefern soll.

 

Offshore genauso erfolgreich wie Onshore

Auch im Offshore-Bereich boomt das Geschäft. Neben einer Megaturbine für einen Windpark in Dänemark sollen 10 Großturbinen für Finnland und 47 für England angefertigt werden.

Zudem sollen nach Texas auch noch weitere 83 Großturbinen zugestellt werden.

 

Vestas wächst und wächst

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 18% auf rund 1,5 Mrd. Euro an, der bereinigte operative Gewinn verdoppelte sich nahezu von 40 auf 79 Mio. Euro. Unterm Strich blieben 56 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal waren es nur 2 Mio. Euro.

Angetrieben durch die gute Auftragslage hatte Vestas die Prognose für das laufende Jahr angepasst. Demnach soll die EBIT-Marge von 7 auf mindestens 8,5% und der Umsatz auf mindestens 7,5 Mrd. Euro steigen. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 6,5 Mrd. Euro.

Vestas-Aktie - Noch nicht zu spät für den Einstieg

Die Tiefststände von 2012 bei fast 3 Euro gehören der Vergangenheit an. Seit 2013 befindet sich die Aktie von Vestas in einer Erholungsphase. Nach einer beträchtlichen Rallye ging der Kurs letztes Jahr in eine Konsolidierungsphase über. Seit Oktober allerdings befindet sich die Notierung wieder in einem intakten Aufwärtstrend.

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Aktuell hat die Notierung die nicht nur psychologisch wichtige Marke von 50 Euro erreicht, denn hier beginnt auch eine Widerstandszone. Gelingt es der Vestas-Aktie die Zone nach oben hin zu durchbrechen, ist der Weg zuerst bis ca. 59 Euro frei. Dann treten die nächsten Widerstände auf. Analysten sind im Schnitt optimistisch gestimmt und halten einen Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt für noch nicht zu spät.

 

Weiterführende Links:

 

Zu den Aussichten der Erneuerbaren Energie

 

Windenergie als wichtigster Sektor

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