Vestas Wind Systems: Eine Klasse für sich

Die Präsentation der Jahreszahlen 2016 liegt beim dänischen Turbinen-Hersteller Vestas Wind Systems zwar schon einige Tage (8. Februar) zurück. Doch erst seit letzter Woche ist es quasi offiziell:

© Vestas Wind Systems

Vestas Wind Systems ist wieder die Nummer 1 im Markt für Windenergieanlagen. So jedenfalls das Ergebnis der neuesten Analyse von Bloomberg New Energy Finance. Und das auch zu Recht, denn die Zahlen für das vergangene Jahr fielen bei Vestas Wind Systems absolut beeindruckend aus.

Wie das Unternehmen mitteilte, konnte der Umsatz im vergangenen Jahr um kräftige 22 % auf 10,24 Milliarden Euro gesteigert werden. Das war das erste Mal, dass die Dänen die Schwelle von 10 Milliarden Euro beim Umsatz überwinden konnten. Noch kräftiger fiel das Wachstum beim Gewinn aus. Vestas Wind Systems schaffte beim EBIT vor Sonderposten ein Plus um fast zwei Drittel auf 1,4 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um 41 % auf 965 Millionen Euro zulegen konnte. Die EBIT-Marge betrug dabei stattliche 13,9 %, ein Plus von 3,7 Prozentpunkten.

Vestas liefert zurückhaltenden Ausblick

Einziger Wermutstropfen: Beim Ausblick gab sich der Windturbinen-Hersteller eher konservativ. Das Unternehmen rechnet mit einem abgebremsten Wachstum, was sich auch in einer Prognosespanne für den Umsatz zwischen 9,25 - 10,25 Milliarden Euro widerspiegelt. Die EBIT-Marge soll zwischen 12 % und 14 % liegen.

Um den Aktionären diesen verhaltenen Ausblick zu versüßen, will Vestas Wind Systems für das zurückliegende Geschäftsjahr eine Dividende von 9,71 DKK ausschütten (rund 1,30 Euro). Das ergäbe auf Basis der aktuellen Kurse eine Dividendenrendite von gut 1,8 %. Die geplante Dividendenausschüttung entspricht immerhin einer Steigerung gegenüber dem letzten Jahr um über 40 %.

Die Aktie von Vestas Wind Systems hat seit Dezember eine sehr starke Performance präsentieren können. Das Zwischenergebnis der aktuellen Rallye beträgt gut 30 % Wertzuwachs. Und angesichts der vorgelegten Zahlen und der positiven Reaktion der Börse trotz des verhaltenen Ausblicks dürften die Chancen auf eine Fortsetzung gegeben sein.

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