Viking Therapeutics Aktie: Goldman und Canaccord ziehen auseinander

Viking meldete im dritten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 183,2 Millionen Dollar und verfügte über 960 Millionen Dollar an liquiden Mitteln.

Die Kernpunkte:
  • Canaccord hob Kursziel auf 118 Dollar
  • Goldman senkte Zielmarke auf 34 Dollar
  • Quartalsverlust belief sich auf 183,2 Millionen Dollar
  • Phase-3-Studienabschluss für 2027 erwartet

Die Fortschritte bei Viking Therapeutics führen zu deutlich unterschiedlichen Bewertungen. Während Canaccord Genuity am 30. Oktober das Kursziel anhob, hatte Goldman Sachs am Vortag seine Zielmarke gesenkt. Der Gegensatz verdeutlicht die zentrale Anlegerfrage: Wie sind die laufenden Studienprogramme angesichts hoher Forschungsaufwendungen zu bewerten?

Kursziele gehen weit auseinander

Medienberichten zufolge erhöhte Canaccord Genuity am 30. Oktober das Kursziel von 106 $ auf 118 $ und bestätigte die Kaufempfehlung. Damit setzte das Haus nach den Quartalszahlen ein positives Bewertungssignal.

Die Gegenposition fällt deutlich vorsichtiger aus. Die beiden Häuser unterschieden sich nicht nur bei ihren Zielmarken, sondern auch bei der Richtung ihrer Anpassungen.

Goldman Sachs senkte Medienberichten zufolge am 29. Oktober das Kursziel von 38 $ auf 34 $. Die Einstufung lautete weiterhin „Halten“.

Aus diesen gegensätzlichen Entscheidungen lässt sich keine einheitliche Neubewertung nach dem Quartalsbericht ableiten. Für Anleger stehen vielmehr die finanzielle Belastung durch die Entwicklung und der weitere Studienverlauf nebeneinander.

Forschung prägt die Verlustrechnung

Viking Therapeutics meldete am 28. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Nettoverlust von 183,2 Millionen $. Je Aktie betrug der Verlust 1,55 $.

Die Ergebnisrechnung macht die Kosten der laufenden Entwicklung sichtbar. Zugleich ist für die Einordnung wichtig, welche liquiden Mittel dem Unternehmen für seine weiteren Vorhaben gegenüberstehen. Verlust und Liquiditätsbestand beleuchten unterschiedliche Seiten der finanziellen Lage.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben beliefen sich auf 166,8 Millionen $. Zum Quartalsende verfügte Viking Therapeutics über Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und kurzfristige Anlagen von insgesamt 960 Millionen $.

Der Bestand ist damit ein wichtiger Gegenpol zu den hohen Aufwendungen. Er ist allerdings nicht mit einer Aussage darüber gleichzusetzen, wie sich die künftigen Entwicklungskosten gestalten werden.

Studienverlauf liefert den entscheidenden Maßstab

Nach Unternehmensangaben lagen die VANQUISH-Studien der Phase 3 mit subkutan verabreichtem VK2735 weiterhin im Plan. Viking Therapeutics erwartete ihren Abschluss für 2027.

Dieser Zeitplan ist eine Erwartung des Unternehmens und kein bereits erreichter Studienabschluss. Für die Bewertung zählt deshalb nicht allein das Fortschreiten des Programms, sondern auch, ob die angekündigten Entwicklungsschritte tatsächlich erreicht werden.

Die unterschiedlichen Analystenentscheidungen ändern an diesem Maßstab nichts: Den hohen Forschungsaufwendungen stehen liquide Mittel und laufende Studien gegenüber. Ob daraus eine überzeugende Anlageperspektive entsteht, hängt wesentlich vom weiteren Verlauf der Entwicklung ab. Ein höheres Kursziel ersetzt diesen Nachweis nicht.

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