Viking Therapeutics Aktie: Q3 als Stresstest

Das dritte Quartal 2026 wird für Viking Therapeutics zur Bewährungsprobe mit mehreren klinischen Datenpaketen. Die Ergebnisse der Erhaltungsstudie zu VK2735 liefern erste Hinweise vor den großen Phase-3-Programmen.

Die Kernpunkte:
  • Ergebnisse der Phase-1-Erhaltungsstudie für Q3 erwartet
  • Start der oralen Phase-3-Studie im selben Quartal geplant
  • Liquide Mittel reichen für alle wesentlichen Datenpunkte
  • Wettbewerb durch Eli Lillys Retatrutide bleibt Risikofaktor

Das dritte Quartal 2026 wird für Viking Therapeutics zur Bewährungsprobe. Gleich mehrere klinische Datenpakete treffen zusammen — und die Aktie steht nach einem Rückgang von rund 24 % vom 52-Wochen-Hoch unter Druck. Im Mittelpunkt steht eine Phase-1-Studie zur Erhaltungsdosierung von VK2735, deren Ergebnisse noch vor den großen Phase-3-Daten vorliegen sollen.

Die Erhaltungsstudie im Fokus

Im Oktober 2025 startete Viking eine randomisierte, doppelblinde Phase-1-Studie mit rund 180 übergewichtigen Erwachsenen. Ziel: verschiedene Dosierungsregimes für VK2735 testen — sowohl als subkutane Injektion als auch als orale Tablette. Die Teilnehmer erhielten zunächst 19 Wochen lang wöchentliche Injektionen, bevor sie auf unterschiedliche Erhaltungsregimes umgestellt wurden, darunter monatliche, zweiwöchentliche oder tägliche Gaben.

Die Enrollment-Phase schloss im Januar ab. Ergebnisse werden für Q3 2026 erwartet. Das Unternehmen bezeichnete die bisherigen Daten intern als „aufregend“ — und hat inzwischen auch die regulatorische Abstimmung für die orale Phase-3-Studie abgeschlossen, die ebenfalls im dritten Quartal starten soll.

Ein datenreiches Quartal

Q3 2026 bringt gleich mehrere parallele Entwicklungen:

  • Maintenance-Studie: Top-Line-Ergebnisse erwartet
  • VANQUISH-Programm: Abschluss der Enrollment-Phase in VANQUISH-2 im laufenden Quartal; Top-Line-Daten aus VANQUISH-1 für die erste Jahreshälfte 2027 geplant
  • Orale Phase-3-Studie: Start geplant, mit 75 % weniger Teilnehmern als das subkutane Programm — deutlich geringere Kosten
  • Amylin-Programm: Erste Dosierung möglicherweise noch in Q3

Die schlankere Studienstruktur des oralen Programms ist strategisch relevant: Viking zielt auf einen Marktanteil von 5 bis 10 %, mit Fokus auf internationale Märkte außerhalb der USA.

Finanzielle Lage und Risiken

Das Unternehmen verfügt zum Jahresende 2025 über liquide Mittel von 706 Millionen US-Dollar, nach 903 Millionen ein Jahr zuvor. Der Rückgang spiegelt vor allem die gestiegenen F&E-Ausgaben wider: 345 Millionen Dollar im Jahr 2025, verglichen mit 102 Millionen im Vorjahr — getrieben durch den Betrieb zweier großer klinischer Programme. Der Nettoverlust stieg auf 358,5 Millionen Dollar, nach 110 Millionen im Vorjahr.

CFO Gregory Zante bestätigte im Februar, dass die Liquidität ausreicht, um alle drei wesentlichen Datenpunkte zu erreichen: Maintenance-Studie, Phase-3-Daten der subkutanen Formulierung und Top-Line-Daten der oralen Phase-3-Studie.

Umsätze erzielt Viking bislang nicht. Das Unternehmen hat zudem Lieferkapazitäten bei CordenPharma gesichert — mit Vorauszahlungen von insgesamt 150 Millionen Dollar bis 2028 für API-Produktion, Abfüllung und über eine Milliarde orale Tabletten jährlich.

Wettbewerb bleibt ein Faktor

Der Weg ist nicht frei von Risiken. Eli Lillys Retatrutide befindet sich ebenfalls in fortgeschrittener Entwicklung und könnte den Vergleichsmaßstab für die gesamte GLP-1-Klasse verschieben. Hinzu kommen mögliche Verzögerungen bei VANQUISH-2 sowie die Frage, ob Viking vor wichtigen Datenpunkten weiteres Kapital aufnehmen muss. Die Bewertung preist bereits erhebliche Erfolgserwartungen ein — bei einer Substanz, die noch keine Zulassung hat.

Die Maintenance-Daten im dritten Quartal liefern damit den ersten konkreten Hinweis, ob Viking auf dem richtigen Kurs ist — noch bevor die größeren Phase-3-Programme ihre Ergebnisse zeigen.

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