Viking Therapeutics Aktie: Rally dank Konkurrenz-Rückschlag

Viking Therapeutics Aktie steigt nach enttäuschenden Studienergebnissen des Konkurrenten Novo Nordisk. Das Unternehmen treibt seinen eigenen Kandidaten VK2735 in Phase-3-Studien voran.

Die Kernpunkte:
  • Starker Kursanstieg nach Novo Nordisk-Rückschlag
  • Phase-3-Programme für VK2735 laufen parallel
  • Entwicklung einer oralen Darreichungsform geplant
  • Hohe F&E-Ausgaben für Studienfinanzierung

Die Aktie von Viking Therapeutics legte am Montag, den 23. Februar, ihren stärksten Handelstag seit Wochen hin. Der Kurs kletterte um rund 11 Prozent auf 34,39 Dollar. Der Auslöser kam jedoch nicht aus dem eigenen Haus – sondern von einem schweren Rückschlag des Konkurrenten Novo Nordisk.

Das dänische Pharma-Unternehmen meldete enttäuschende Ergebnisse aus der Phase-3-Studie REDEFINE 4 zu seinem Adipositas-Medikament CagriSema. Die Kombination aus Cagrilintid und Semaglutid verfehlte das Ziel der Nicht-Unterlegenheit gegenüber Eli Lillys Tirzepatid. Über 84 Wochen erreichte CagriSema einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 20,2 Prozent, während Tirzepatid auf 23,6 Prozent kam. Die Novo-Aktie brach daraufhin um über 16 Prozent ein und markierte ein 52-Wochen-Tief.

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Für Viking und andere Entwickler von GLP-1-basierten Adipositas-Therapien bedeutet das Scheitern von CagriSema einen Konkurrenten weniger im Rennen um Zulassung und Marktanteile.

VK2735 in zwei Darreichungsformen

Viking treibt seinen Kandidaten VK2735 – ebenfalls ein dualer GLP-1/GIP-Agonist – derzeit in zwei parallelen Phase-3-Programmen voran. Die VANQUISH-1-Studie zur subkutanen Verabreichung bei Erwachsenen mit Adipositas hat die Rekrutierung abgeschlossen. VANQUISH-2, die Patienten mit Adipositas und Typ-2-Diabetes einschließt, steht kurz vor der vollständigen Patienteneinschreibung.

Besonders interessant: Viking entwickelt VK2735 auch als orale Formulierung. Nach dem Feedback der FDA Ende Dezember 2025 plant das Unternehmen den Start der oralen Phase-3-Studie für das dritte Quartal 2026. Dieser duale Ansatz – subkutan und oral – unterscheidet Viking von den meisten Wettbewerbern im GLP-1/GIP-Segment.

Daten aus der Phase-2-Studie VENTURE, veröffentlicht im Januar in der Fachzeitschrift Obesity, zeigten nach 13 Wochen subkutaner Behandlung einen Gewichtsverlust von bis zu 14,7 Prozent. Eine Plateaubildung wurde in diesem Zeitraum nicht beobachtet.

Finanzielle Ausstattung und laufende Kosten

Zum Jahresende 2025 verfügte Viking über liquide Mittel in Höhe von 706 Millionen Dollar. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind allerdings deutlich gestiegen: Im vierten Quartal 2025 lagen sie bei 153,5 Millionen Dollar, nach 31,0 Millionen im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der F&E-Aufwand auf 345,0 Millionen Dollar, verglichen mit 101,6 Millionen im Jahr 2024.

Der Nettoverlust betrug im vierten Quartal 157,7 Millionen Dollar beziehungsweise 1,38 Dollar je Aktie, nach 35,4 Millionen Dollar oder 0,32 Dollar je Aktie im Vorjahr.

Neben VK2735 bereitet das Unternehmen die Einreichung eines IND-Antrags für einen neuartigen Amylin-Agonisten im ersten Quartal 2026 vor. Zudem läuft eine Studie zur Erhaltungsdosierung, deren Ergebnisse im dritten Quartal 2026 erwartet werden.

Kursentwicklung und Ausblick

Am Dienstag, den 24. Februar, gab die Aktie einen Teil der Gewinne wieder ab und notierte bei rund 33,76 Dollar – ein Minus von etwa 2 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 18,92 bis 43,15 Dollar. Bei etwa 115,6 Millionen ausstehenden Aktien ergibt sich eine Marktkapitalisierung von rund 3,6 Milliarden Dollar.

Für Viking steht ein ereignisreiches Jahr bevor. Die Daten zur Erhaltungsdosierung und der Start der oralen Phase-3-Studie sind beide für das dritte Quartal geplant. Parallel verschärft sich der Wettbewerb im GLP-1-Markt weiter – Kandidaten wie Riputapatid von Kailera und CT-388 von Roche befinden sich ebenfalls in Phase 3. Der Rückschlag von CagriSema zeigt jedoch, dass auch etablierte Pharma-Konzerne keine Erfolgsgarantie haben.

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