Viking Therapeutics Aktie: Übernahmeeuphorie verpufft
Die Übernahmefantasie bei Viking Therapeutics verpufft, während die schrumpfenden Kassenreserven und steigenden Verluste in den Vordergrund rücken. Analysten bleiben trotzdem optimistisch.

- Übernahmespekulationen treiben Aktie nur kurzzeitig an
- Kassenbestand sinkt, Verluste verdreifachen sich
- Konsens der Analysten bleibt kaufenswert
- Entscheidende Studiendaten in 18 Monaten erwartet
Kurz aufgeflammt, schnell wieder erloschen. Spekulationen über eine mögliche Übernahme von Viking Therapeutics trieben die Aktie nachbörslich kurz über zwei Prozent nach oben — doch der Schwung hielt nicht an. Jetzt rücken die anstehenden Quartalsergebnisse und die schwindenden Kassenreserven in den Vordergrund.
Warum Pharmakonzerne auf Viking schauen
Der strategische Reiz einer Übernahme ist real. Große Pharmaunternehmen suchen zunehmend nach externen Pipelines, um sich im boomenden GLP-1-Markt für Gewichtsreduktionsmittel zu positionieren — statt ausschließlich auf eigene Entwicklung zu setzen. CNBC-Trader bezeichneten eine Übernahme von Viking oder Structure Therapeutics in diesem Jahr als „nahezu ausgemachte Sache“.
Das Marktumfeld stützt diese These. Allein in den letzten zwei Märzwochen schlossen Biopharma-Unternehmen sieben Transaktionen im Gesamtwert von 29 Milliarden Dollar ab. Merck zahlte 6,7 Milliarden für Terns Pharmaceuticals, Eli Lilly gibt 6,3 Milliarden für Centessa aus, und Biogen übernimmt Apellis für rund 5,6 Milliarden Dollar.
Wachsende Verluste, schrumpfende Reserven
Parallel zur Übernahmefantasie läuft eine nüchternere Entwicklung. Vikings Kassenbestand sank bis Ende 2025 auf 706 Millionen Dollar, gegenüber 903 Millionen ein Jahr zuvor. Der Nettoverlust weitete sich auf 358,5 Millionen Dollar aus — mehr als dreimal so viel wie die 110 Millionen Dollar Verlust im Jahr 2024. Haupttreiber waren die stark gestiegenen Forschungsausgaben, die von 101,6 auf 345 Millionen Dollar kletterten. Der Großteil floss in die laufende Phase-3-Studie zum subkutanen Wirkstoff VK2735.
Die Patientenrekrutierung für die 78-wöchige VANQUISH-2-Studie zu Adipositas und Typ-2-Diabetes ist abgeschlossen. Eine orale Formulierung von VK2735 soll im dritten Quartal 2026 in die nächste Studienphase eintreten.
Analysten bleiben konstruktiv
14 Analysehäuser vergeben im Konsens ein „Moderate Buy“-Rating, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 87,80 Dollar — deutlich über dem aktuellen Kursniveau zwischen 32 und 34 Dollar. Neun der 14 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, vier raten zum Halten, einer zum Verkauf.
Der Markt für Adipositas-Medikamente wird innerhalb der nächsten zehn Jahre auf über 100 Milliarden Dollar geschätzt. Für Viking wird entscheidend sein, ob die klinischen Daten aus VANQUISH-2 — erwartet innerhalb der nächsten 18 Monate — das hohe Bewertungsniveau rechtfertigen können, bevor die Liquidität weiter unter Druck gerät.
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