Villeroy & Boch legt weiter zu

Der für exklusives Porzellan und Sanitäreinrichtungen bekannte Hersteller Villeroy & Boch gab die Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2015 bekannt. Daraus ergibt sich eines vorab: Die Marke ist nach wie vor bei den Kunden beliebt.

 

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Dies gilt durchaus nicht nur für Deutschland, sondern auch für viele andere Regionen weltweit. Durch diesen Umstand gelang es Villeroy & Boch, erneut Wachstum zu generieren.

 

Villeroy & Boch mit Umsatzplus

Der Nettoumsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,2% auf 195,2 Mio. Euro. Legt man eine konstante Kursbasis zugrunde, hätten die Umsatzerlöse bei 195,6 Mio. Euro gelegen.

Im Heimatmarkt Deutschland wurde der Nettoumsatz um 1 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro gesteigert. Im Ausland ging es von 134 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 135,2 Mio. Euro aufwärts. Das größte Wachstum gab es mit einem Plus von 30,7% in Russland. Der Auftragsbestand per Ende März stieg um 10,3 Mio. Euro auf 61,7 Mio. Euro. Davon entfielen allein 65% auf den Bereich Bad und Wellness.

Villeroy & Boch verzeichnete beim EBIT ein Plus von 8% auf 9,5 Mio. Euro. Als Gründe hierfür wurden hauptsächliche Verbesserungen in der Effizienz sowie Optimierungen in der Umsatzqualität, bedingt durch Verbesserungen im Produkt-, Preis- und Ländermix, angegeben.

 

Tischkultur liegt bei Villeroy & Boch vorn

Die Sparte Tischkultur erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres Umsätze in Höhe von 71,5 Mio. Euro, ein Plus von 3,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Deutschland betrug das Wachstum 0,9% und zeigte sich damit stabil. Im Ausland allen voran war die USA. Hier betrug das Wachstum ganze 24,2%, gefolgt von den Niederlanden mit 12,5% und Italien mit 11,9%.

In der Sparte Bad und Wellness wurden im 1. Quartal 123,7 Mio. Euro an Umsatz generiert. Damit lag man auf dem Niveau des Vorjahres. Hier zeigte sich der deutsche Markt mit einem Plus von 4% auf 28,7 Mio. Euro. Im Ausland lagen die Golfstaaten mit einem Plus von 18,5% vorn. Rückgänge gab es in Frankreich und Italien von je -11,4%, was der dort schwachen Baukonjunktur geschuldet war.

Insgesamt hat Villeroy & Boch im 1. Quartal eine Summe von 2,9 Mio. Euro an Investitionen ausgegeben. Der größte Anteil mit 72,4% fiel auf den Bereich Bad und Wellness. Hier standen hauptsächlich Modernisierungsmaßnahmen und neue Anlagen für die Fabriken in Mexiko, Thailand und Rumänien auf dem Programm.

 

Villeroy & Boch bestätigt seine Prognose

Der Vorstand ließ die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr unverändert. Danach soll der Konzernumsatz um 3 bis 5% gesteigert werden. Für das operative Ergebnis geht man von einer Steigerung von mehr als 5% aus.

Zudem rechnet Villeroy & Boch in diesem Jahr mit der Realisierung von Sondererträgen aus dem Immobilienprojekt Gustavsberg in Schweden.

 

Aktie von Villeroy & Boch macht kleine Schritte

 

Die Anleger reagierten bisher verhalten auf die Zahlen. So konnte die Aktie seit Börsenbeginn am heutigen Tag ein Plus von bisher 0,79% verbuchen. Damit ist man von dem Höchststand um die 15,20 Euro noch ein ganzes Stück entfernt.

150422 Villeroy

Allerdings hat der Börsentag gerade erst begonnen und somit ist durchaus ein weiteres Plus möglich. Wir raten zum weiteren Halten.

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