Villeroy & Boch mit deutlichem Ergebniszuwachs, schwimmt die Aktie sich frei?

Die Zahlen für das erste Halbjahr von Villeroy & Boch können sich sehen lassen. Umsatz und operativer Gewinn wurden deutlich gesteigert und gemäß den Aussagen des Konzernvorstandes, soll auch die zweite Jahreshälfte unter positiven Vorzeichen verlaufen.

 

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Das Wettrennen gewann in den ersten sechs Monaten des Jahres dabei die Sparte Bad und Wellness mit einem Umsatzanstieg von 4,3%. In der Sparte Tischkultur betrug der Umsatzzuwachs dagegen 3,3%.

 

Auslandsgeschäft boomt

Insgesamt kletterte der Nettoumsatz im 1. Halbjahr mit 386,9 Mio. Euro um 5% gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis von konstanten Wechselkursen wurde ein Plus von 3,1% und damit 383,5 Mio. Euro erreicht.

Dabei legte das Auslandsgeschäft mit einem Anstieg von 4,7% auf 276,8 Mio. Euro deutlich zu. Innerhalb Deutschland lag das Plus bei 2,1% und damit bei 110,1 Mio. Euro.

Der Auftragsbestand von Villeroy & Boch wuchs im Vergleich zu Anfang Januar um 19,8 Mio. Euro auf 71,2 Mio. Euro. Davon entfallen 44 Mio. Euro auf die Sparte Bad und Wellness und 27,2 Mio. Euro auf die Sparte Tischkultur. Das Konzernergebnis legte um 34,2% auf 9,8 Mio. Euro zu.

 

Villeroy & Boch mit deutlicher EBIT-Verbesserung

Auch das operative Ergebnis konnte einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Hier ging es um 16,3% auf 15,7 Mio. Euro nach oben. Neben Verbesserungen im Produkt-, Preis- und Ländermix wirkte sich der Verkauf eines weiteren Grundstücks im Rahmen des Immobilienprojektes Gustavsberg in Schweden hier positiv aus. Dadurch wurde ein Sonderertrag von 1 Mio. Euro erzielt.

Insgesamt tätigte Villeroy & Boch in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres Investitionen in Höhe von 7,5 Mio. Euro. In der Sparte Bad und Wellness wurden dabei 5,8 Mio. Euro mit der Modernisierung der Fabriken in Mexiko, Thailand, Rumänien und Ungarn investiert. Auf die Sparte Tischkultur entfielen 1,7 Mio. Euro, welche hauptsächlich in eigene Geschäfte im Einzelhandel investiert wurden.

 

Aussichten bleiben unverändert

Für das 2. Halbjahr bleibt Villeroy & Boch positiv gestimmt. Der Vorstand rechnet hier weiterhin mit einer Steigerung des Umsatzes von 3 bis 5%. Während man für die USA und weite Teile Europas mit einem weiterhin stabilen Niveau rechnet, gilt Russland als Unsicherheitsfaktor.

Das operative Ergebnis sieht der Konzern bei einem überproportionalen Anstieg von mehr als 5%. Weiterhin rechnet man mit weiteren Erträgen aus dem Immobilienprojekt Gustavsberg.

 

Aktie nimmt neuen Anlauf

Die Aktie von Villeroy & Boch liegt seit Mitte April in einer Spanne von 12,80 Euro bis 14,50 Euro. Jeder Aufwärtsbewegung folgte wieder ein Abstieg. Dazu unterlag die Aktie einer recht hohen Volatilität.

Fundamental gesehen bieten die Unternehmensdaten für diesen Chartverlauf keinen Anlass. Die vorgelegten Zahlen konnten überzeugen. Dazu blieb die Prognose trotz der herrschenden Unsicherheiten in Russland unverändert und auch der Auftragsbestand steht auf einer soliden Basis.

150721 Villeroy

Nach den Zahlen konnte die Aktie auch wieder um 4,4% auf 14,25 Euro zulegen. Spannend wird es dann im heutigen Tagesverlauf wo sich zeigen muss, ob diese Richtung beibehalten wird.

Analysten der Oddo Seydler Bank beließen daher auch ihre Empfehlung für die Papiere von Villeroy & Boch auf Kaufen. Das Kursziel wurde hier von zuvor 15,60 Euro auf 16,30 Euro angehoben.

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