Vinci: 445.450 Aktien zu 113,4848 Euro

Vinci kauft eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro zurück, während Analysten die Kursziele unterschiedlich bewerten und Vinci Energies expandiert.

Die Kernpunkte:
  • Vinci erwirbt 445.450 eigene Aktien
  • Rückkaufvolumen erreicht bis zu 250 Millionen Euro
  • JPMorgan senkt Kursziel auf 142 Euro
  • Vinci Energies übernimmt Secal-Gruppe

Der französische Bau- und Konzessionskonzern Vinci forciert sein laufendes Aktienrückkaufprogramm und treibt gleichzeitig die Expansion seiner Energiesparte voran. Während das Unternehmen am Markt eigene Anteile im Millionenwert einsammelt, zeigen sich Analysten uneins über das kurzfristige Kursziel, betonen jedoch die Stabilität des Geschäftsmodells.

Umfangreiches Rückkaufprogramm stützt den Kurs

Im Rahmen einer neuen Tranche, die seit Anfang September läuft, hat Vinci den Rückkauf von Aktien im Gesamtwert von bis zu 250 Millionen Euro eingeleitet. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, wurden in der ersten vollen Handelswoche der Maßnahme bereits 445.450 eigene Anteile erworben. Der gewichtete Durchschnittspreis dieser Transaktionen, die zwischen dem 31. August und dem 4. September stattfanden, lag bei 113,4848 Euro pro Aktie.

Diese Käufe basieren auf einer Vereinbarung mit einem Investmentdienstleister und sollen planmäßig bis zum 2. Oktober fortgesetzt werden. Vinci nutzt hierfür die von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung. Solche Programme dienen in der Regel dazu, die Kapitalstruktur zu optimieren und das Vertrauen in die eigene Unternehmensbewertung zu unterstreichen, nachdem die Notierungen zuletzt unter Druck geraten waren.

Analysten loben Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells

Am heutigen Freitag zeigt sich der Wert stabilisiert und notiert bei 111,45 Euro, was einem Zuwachs von 1,4 % entspricht. Damit erholt sich das Papier leicht von seinem gestrigen Schlussstand, der bei 109,95 Euro lag. Trotz dieser kurzfristigen Gegenbewegung weist die Aktie seit Beginn des Jahres ein Minus von 7,2 % auf.

Die jüngsten Einschätzungen der Analystenhäuser spiegeln ein geteiltes Bild wider. Die Experten von Berenberg bekräftigten am Dienstag ihre Kaufempfehlung und hoben dabei vor allem die Widerstandsfähigkeit des breit aufgestellten Konzerns hervor. Im Gegensatz dazu zeigte sich JPMorgan am selben Tag etwas zurückhaltender.

Die Analysten beließen die Einstufung auf Neutral und reduzierten ihr Kursziel geringfügig von 143 Euro auf 142 Euro. Bereits Anfang vergangener Woche hatten zudem Barclays und Jefferies ihre positiven Bewertungen beibehalten, wobei Barclays das Kursziel auf 152 Euro taxierte.

Expansion und anstehender Dividendentermin

Parallel zu den Finanzmaßnahmen setzt der Konzern seinen Wachstumskurs durch gezielte Akquisitionen fort. Die Konzerntochter Vinci Energies hat vor rund zwei Wochen die Übernahme der Secal-Gruppe von Isatis Capital gemeldet. Durch diesen Zukauf stärkt das Unternehmen seine Marktposition im Bereich der technischen Dienstleistungen.

Für Anleger rückt zudem ein wichtiger Termin im Herbst näher: Am 13. Oktober findet der Dividendenabschlag statt. Medienberichten zufolge ist für diesen Stichtag eine Ausschüttung in Höhe von 1,10 Euro vorgesehen.

Nach der jüngsten Kurskorrektur, bei der sich das Papier mit einem Abstand von 23 % deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch bei 143,95 Euro entfernt hat, wird die Dividendenkomponente für viele Investoren zu einem wesentlichen Faktor der Gesamtrendite.

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