Vinci Aktie: 431.115 Aktien zurückgekauft

Vinci treibt Aktienrückkäufe voran und reduziert den Anteilsbestand. Analysten sehen Potenzial, während der Kurs unter dem Jahreshoch bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Rückkauf von 431.115 Aktien
  • Kurs unter 50-Tage-Durchschnitt
  • Kursziel bei 143,50 Euro
  • Modernisierung in Japan abgeschlossen

Vinci hält den Kurs bei der Kapitalstruktur und stützt die Aktie parallel mit Rückkäufen. Das französische Bau- und Konzessionshaus hat Ende Mai 585,9 Millionen Aktien im Umlauf gemeldet, dazu 555,9 Millionen Stimmrechte ohne eigene Anteile.

Die Botschaft dahinter ist klar. Vinci bleibt aktiv am Markt und zieht eigene Papiere ein, während der Kurs an der Börse zuletzt etwas unter Druck stand. Am Mittwochmorgen kostete die Aktie 122,95 Euro. Das sind rund 0,37 Prozent mehr als am Vortag, aber auf Sicht von sieben Tagen bleibt ein Minus von 2,34 Prozent.

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Rückkäufe im laufenden Betrieb

Zwischen dem 25. und 29. Mai kaufte Vinci 431.115 eigene Aktien zurück. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei 124,9992 Euro je Aktie. Die Käufe liefen über mehrere Handelsplätze, darunter XPAR.

Solche Programme verändern das Bild an zwei Stellen. Sie können die Zahl der frei handelbaren Aktien verringern und gleichzeitig ein Signal senden, dass der Vorstand den eigenen Titel für attraktiv hält. Bei Vinci trifft das auf ein Umfeld, in dem die Bewertung ohnehin genau beobachtet wird.

Bewertung bleibt eng begleitet

Der Konsens für das Kursziel liegt derzeit bei 143,50 Euro. DZ Bank bleibt bei einer Kaufempfehlung, Citi stuft den Konzern mit „Neutral“ ein. Auf Basis der Schätzungen für 2026 liegt das erwartete KGV bei 13,6, die Dividendenrendite bei 4,34 Prozent.

Der Titel hat seit Jahresanfang 1,32 Prozent zugelegt, liegt aber weiter unter dem 52-Wochen-Hoch von 143,45 Euro. Auch der technische Trend ist nicht ganz glatt. Der Kurs notiert unter dem 50-Tage- und dem 100-Tage-Durchschnitt, liegt aber fast auf Höhe der 200-Tage-Linie.

Operative Fortschritte stützen das Profil

Operativ baut Vinci weiter an mehreren Fronten. In Japan ist die Modernisierung von Terminal 1 am Kansai International Airport abgeschlossen. Das Projekt hatte ein Volumen von rund 380 Millionen Euro.

Hinzu kommen Fortschritte bei HS2 in Großbritannien und die kürzlich vollzogene Übernahme von Fletcher Construction in Neuseeland. Der Konzern bleibt damit breit aufgestellt, von Infrastruktur über Energie bis Bau.

Am Anfang dieses Monats hat auch der Finanzchef gewechselt: Thierry Mirville ist offiziell als CFO gestartet. Für die nächsten Wochen rückt vor allem die Frage in den Fokus, ob die Rückkäufe und die laufenden Projekte dem Titel wieder mehr Schwung geben.

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