Vinci Aktie: Jefferies bleibt optimistisch

Jefferies sieht Risiken bei Vinci bereits im Aktienkurs berücksichtigt und setzt das Kursziel vor den Quartalszahlen auf 139 Euro.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von 142 auf 139 Euro reduziert
  • Kaufempfehlung von Jefferies bleibt bestehen
  • Zinsen und Treibstoff verteuern das Geschäft
  • Neun Analystenziele reichen bis 152 Euro

Jefferies bleibt bei Vinci auf Kaufkurs, wird aber vorsichtiger. Vor den anstehenden Quartalszahlen senkt das Analysehaus das Kursziel von 142 auf 139 Euro und belässt die Einstufung auf „Buy“. Die Begründung liefert ein Zinsargument, dazu kommt ein überraschend positiver Unterton.

Gegenwind durch Zinsen und Sprit

Analyst Graham Hunt rechnet damit, dass das dritte Quartal des Bau- und Infrastrukturkonzerns kaum Entlastung gebracht hat. Gestiegene Zinsen und höhere Treibstoffpreise belasten das Geschäft. Beides trifft einen Konzern, dessen Projekte kapitalintensiv sind und dessen Konzessionsbetrieb von Energiekosten und Verkehrsaufkommen abhängt.

Die Kurszielsenkung fällt entsprechend moderat aus. Es handelt sich um eine Feinjustierung, keinen Kurswechsel.

Risiken aus Sicht des Analysten eingepreist

Interessanter ist Hunts Schlussfolgerung. Trotz der schwachen Erwartungen für das Quartal sehe er Vinci nun positiver, schreibt er. Erhebliche Risiken seien bereits im Kurs berücksichtigt. Die Aktie notierte am Mittag auf Tradegate bei 107,40 Euro, ein leichtes Plus von knapp 0,5 Prozent.

Zum Kursziel von 139 Euro ergibt sich damit ein Abstand von rund 30 Prozent. Mit dieser Marke liegt Jefferies am unteren Ende der Analystenspanne. Die Ziele der neun zuletzt aktiven Analysten reichen von 139 bis 152 Euro, im Mittel liegen sie bei etwa 143 Euro. Selbst die vorsichtigste Stimme sieht also erhebliches Potenzial.

Hinzu kommt die Ausschüttung. Vinci zahlte zuletzt 7,90 Euro Dividende je Aktie, was bei dem aktuellen Kursniveau eine rechnerische Rendite von gut fünf Prozent ergibt.

Maßgeblich wird nun der Zahlenkranz zum dritten Quartal. Er zeigt, ob die von Jefferies erwartete Belastung durch Zinsen und Treibstoffkosten tatsächlich so gering ausfällt, dass der Kurs sie schon verarbeitet hat.

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