Vinci: €74.9 Mrd. Auftragsbestand auf Rekord

Vinci verzeichnet einen Rekordauftragsbestand von 74,9 Milliarden Euro, während der Umsatz im ersten Quartal leicht auf 16,3 Milliarden Euro sinkt.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzrückgang um 0,5 Prozent
  • Rekordhoch bei Auftragsbestand
  • Starke Nachfrage im Auslandsgeschäft
  • Analysten sehen Kurspotenzial

Volle Auftragsbücher, schwache Kurse. Bei Vinci klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Der französische Bau- und Konzessionskonzern sitzt auf einem Rekordpolster an Projekten. Die Börse schickte die Aktie am Freitag dennoch auf Talfahrt.

Das Papier verlor zum Wochenschluss gut zweieinhalb Prozent und rutschte auf 127,60 Euro. Auf Wochensicht steht ein Minus von über sieben Prozent. Damit fiel der Kurs unter seine mittelfristige Trendlinie. Anleger reagieren nervös auf die jüngsten Quartalszahlen.

Schwaches Baugeschäft bremst Umsatz

Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz leicht auf 16,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem organischen Rückgang von 0,5 Prozent. Die einzelnen Sparten entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich.

Die Energiesparte wuchs um gut vier Prozent. Auch das Konzessionsgeschäft legte leicht zu. Das Bausegment verbuchte hingegen ein Minus von 5,3 Prozent. Das Management macht dafür schlechtes Wetter und Projektverschiebungen verantwortlich.

Auftragsbestand erreicht Rekordwert

Ein ganz anderes Bild zeigt der Blick in die Zukunft. Der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 74,9 Milliarden Euro. Das sichert dem Konzern Arbeit für die nächsten 15 Monate.

Der Auftragseingang stieg im Quartal auf 17,4 Milliarden Euro. Das ist der stärkste Zufluss seit über einem Jahr. Vor allem das internationale Geschäft treibt diese Entwicklung. Mittlerweile stammen 71 Prozent der Aufträge aus dem Ausland.

Besonders die Tochtergesellschaft Cobra IS glänzte mit einem massiven Auftragsplus. Soweit so gut. Entsprechend hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest. Er erwartet Wachstum bei Umsatz und Gewinn. Der freie Cashflow soll bei rund sechs Milliarden Euro liegen.

Analysten bleiben optimistisch

Finanzexperten lassen sich von dem schwachen Jahresstart nicht beirren. Aktuell raten 21 Analysten zum Kauf der Aktie. Sie sehen das durchschnittliche Kursziel bei 143,50 Euro. Das entspricht fast exakt dem Niveau des 52-Wochen-Hochs vom Februar.

Parallel dazu stärkt Vinci seine Bilanz. Das Unternehmen senkte die Nettofinanzschulden um 1,4 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten liegen nun bei 19,8 Milliarden Euro. Hält der starke Auftragseingang an, dürfte das schwache erste Quartal schnell in den Hintergrund rücken.

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