VINCORION Aktie: Aufschlag schmilzt dahin

Der Rüstungszulieferer VINCORION notiert nach anfänglichem Höhenflug nahe dem Emissionspreis. Die sportliche Bewertung erhöht den Druck auf die anstehenden Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Kurs fällt deutlich vom IPO-Hoch zurück
  • Hohes KGV von 45 spiegelt hohe Erwartungen
  • Solider Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro
  • Erste Quartalszahlen am 7. Mai entscheidend

Knapp drei Wochen nach dem Börsendebüt schmilzt der Kursaufschlag des Rüstungszulieferers zusehends. Obwohl ein massives Auftragspolster die operative Basis sichert, lässt eine sportliche Bewertung kaum Raum für Enttäuschungen.

Mit einem aktuellen Kurs von 17,28 Euro notiert das Papier nur noch hauchdünn über dem Emissionspreis von 17,00 Euro. Vom Hoch bei 20,00 Euro Ende März hat sich der Titel spürbar entfernt. Dieser Rücksetzer rückt den 7. Mai in den Fokus, wenn das Unternehmen seine ersten Quartalszahlen als börsennotierter Konzern vorlegt.

Hohe Bewertung erfordert starkes Wachstum

Das Management peilt für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 280 und 320 Millionen Euro an. Nach einem Erlös von 240,3 Millionen Euro im Vorjahr entspricht dies einem weiteren deutlichen Sprung. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 45 verdeutlicht, dass der Markt dieses Wachstum bereits weitgehend einpreist.

Das Unternehmen muss rasch in diese Bewertung hineinwachsen, zumal sich das Wettbewerbsumfeld verdichtet. Neben direkten Konkurrenten bei Energiesystemen buhlen neue Akteure wie die Gabler Group oder der tschechische Hersteller CSG um das Kapital der Rüstungsinvestoren.

Auftragsbestand als Fundament

Operativ steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Ein Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro sichert die Auslastung der Werke in Deutschland und den USA auf Jahre. Zusätzliche Ertragsstabilität liefert das margenstarke Aftermarket-Geschäft, welches mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz beiträgt. Bis zur Vorlage der Geschäftszahlen stützen zudem institutionelle Ankerinvestoren wie Fidelity und Invesco, die beim Börsengang über 100 Millionen Euro investierten, die Struktur des Titels.

Am 7. Mai muss das Management die ambitionierte Jahresprognose mit konkreten Auftragseingängen untermauern und die Auswirkungen der gestiegenen europäischen Verteidigungsbudgets beziffern. Verfehlt der Bericht die hohen Markterwartungen, bietet der aktuelle Kurs angesichts der hohen Bewertung kaum noch einen Puffer nach unten.

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