Virgin Galactic Aktie: Delta-Klasse ab drittem Quartal 2026

Nach Konkurrenten-Panne lenken Anleger zu Virgin Galactic um. Das Unternehmen schult für neue Delta-Flotte und erhöht Ticketpreise.

Die Kernpunkte:
  • Anlegerflucht nach Blue-Origin-Panne
  • VSS Unity dient als Trainingsgerät
  • Delta-Klasse: Gleittests im dritten Quartal
  • Ticketpreise auf 750.000 Dollar gestiegen

Ein Stimmungswechsel erfasst den Raumfahrtsektor. Nach dem spektakulären Fehlstart eines Konkurrenten lenken Anleger ihr Geld um – und Virgin Galactic profitiert davon. Das Unternehmen schaltet derweil selbst einen Gang höher.

Sektor-Rotation nach Explosion

Am vergangenen Freitag zerstörte sich Blue Origins Schwerlastrakete New Glenn bei einem Triebwerkstest in Cape Canaveral. Die Folgen für die Börse waren am Montag deutlich sichtbar: Rocket Lab verlor 13 Prozent, AST SpaceMobile gab 9 Prozent nach.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Virgin Galactic?

Virgin Galactic hingegen legte zu. Analysten sehen einen klaren Grund: Das Unternehmen gilt Investoren derzeit als risikoärmere Wette auf die Raumfahrt. Es betreibt keine schwere Orbitalinfrastruktur, sondern suborbitale Touristenflüge. In einem volatilen Sektor wirkt das wie ein sicherer Hafen.

VSS Unity wird zum Trainingsflugzeug

Derweil treibt Virgin Galactic die Vorbereitungen für die nächste Flottengeneration voran. Die Raumfähre VSS Unity flog am 27. Mai erneut über Spaceport America – allerdings nicht für zahlende Passagiere. Stattdessen dient Unity nun als fliegendes Schulungsgerät für die kommende Delta-Klasse.

Das Unternehmen bestätigte, dass die Gleiteigenschaften von Unity als realistischer Proxy für die Delta-Schiffe taugen. Piloten und Bodencrew sammeln Betriebserfahrung, bevor die neuen Vehikel starten. Der Zeitplan steht: Im dritten Quartal 2026 beginnen die Gleittests des ersten Delta-Raumschiffs, im vierten Quartal folgen raketengetriebene Flüge.

SpaceX-Halo und steigende Ticketpreise

Die Branche blickt zudem auf den möglichen Börsengang von SpaceX, dessen Bewertung bei rund 1,78 Billionen Dollar liegen soll. Dieser „Halo-Effekt“ zieht regelmäßig mehr Privatanleger zu anderen börsennotierten Raumfahrtwerten – auch zu Virgin Galactic.

Das Unternehmen hat seine Preissetzungsmacht deutlich gesteigert. Die Ticketpreise für Raumflüge stiegen zuletzt um 100.000 Dollar auf 750.000 Dollar pro Sitzplatz. Ein klares Signal: Die Nachfrage bleibt hoch, auch während die regulären kommerziellen Flüge pausieren.

Die Q1-Zahlen 2026 zeigten zudem fallende operative Verluste. Der Konzern wandelt sich zunehmend von einer prototypenlastigen Entwicklungsfirma zu einem standardisierten Produktionsbetrieb – am neuen Standort in Phoenix, Arizona.

Im dritten Quartal müssen die Gleittests der Delta-Klasse liefern. Ob der Zeitplan hält, entscheidet über das nächste Kurskapitel.

Virgin Galactic-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Virgin Galactic-Analyse vom 2. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Virgin Galactic-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Virgin Galactic-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Virgin Galactic: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Virgin Galactic