Virgin Galactic: BlackRock baut auf 8,19 Millionen Aktien aus
Virgin Galactic verlegt erstes Delta-Raumschiff in den Testhangar und erwartet für Q2 einen Verlust von bis zu 0,64 USD pro Aktie.

- Delta-Raumschiff erreicht Testhangar
- Q2-Verlust von bis zu 0,64 USD erwartet
- BlackRock erhöht Anteil auf 6,1 Prozent
- Aktie notiert bei 3,27 USD
Virgin Galactic steht unmittelbar vor der Veröffentlichung seiner Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026. Während Anleger am morgigen Mittwoch nach US-Börsenschluss auf die Bilanz warten, rückt der operative Fortschritt der neuen Raumschiff-Generation „Delta“ zunehmend in den Fokus. Die Aktie reagierte bereits im Vorfeld der Zahlen positiv und notiert heute bei 3,27 USD, was einem Zuwachs von 1,22 % entspricht.
Fokus auf Cash-Burn und Delta-Klasse
Die Erwartungen für den morgigen Quartalsbericht sind gedämpft, da sich das Unternehmen derzeit in einer Übergangsphase befindet. Analysten rechnen Medienberichten zufolge mit einem Verlust zwischen 0,60 und 0,64 USD je Aktie bei einem Umsatz von lediglich rund 127.000 USD. Ein zentraler Aspekt wird die Liquidität sein.
Das Management gab zuvor eine Prognose für einen negativen freien Cashflow zwischen 87 Millionen und 92 Millionen USD ab. Da das Unternehmen das erste Quartal mit Barmitteln in Höhe von 251 Millionen USD abschloss, würde dieses Defizit mehr als ein Drittel der verbliebenen Reserven aufzehren.
Operativ gibt es hingegen Fortschritte beim Hoffnungsträger des Konzerns. Wie gestern bekannt wurde, ist das erste Raumschiff der Delta-Klasse vom Montagehangar in den Test- und Starthangar am Spaceport America verlegt worden. Damit bleibt Virgin Galactic im Zeitplan für die im dritten Quartal geplanten Gleitflugtests.
Der kommerzielle Betrieb dieser neuen Schiffsklasse, die für die Profitabilität des Unternehmens entscheidend ist, wird weiterhin für das vierte Quartal angestrebt. Zudem wurde am Samstag bestätigt, dass die Fertigung eines zweiten Delta-Raumschiffs bereits begonnen hat. Dieses soll den Betrieb zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 aufnehmen.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Trotz der hohen Verluste und der volatilen Kursentwicklung zeigen große Vermögensverwalter verstärktes Interesse an dem Raumfahrtunternehmen. Jüngste Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC belegen signifikante Zukäufe im abgelaufenen Quartal. So hat BlackRock seine Beteiligung massiv aufgestockt und hielt zum 30. Juni insgesamt rund 8,19 Millionen Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 6,1 % am Unternehmen.
Auch andere Schwergewichte der Finanzbranche festigten ihre Positionen. Laut einer Meldung vom Freitag hält die State Street Corporation mittlerweile 7,9 % der Anteile.
Die Vanguard Group wird in aktuellen Meldungen mit verschiedenen Beteiligungen geführt, die zusammengerechnet knapp 9,5 % der Stimmrechte ausmachen. Diese institutionelle Unterstützung stützt den Kurs in einer Phase, in der das Unternehmen massiv in den Ausbau seiner Flotte investiert.
Am Markt wird für die anstehenden Zahlen eine hohe Volatilität erwartet. Der Optionsmarkt preist derzeit mögliche Kursschwankungen von fast 15 % ein. Dies wäre nahezu das Doppelte der durchschnittlichen Bewegung nach den letzten vier Quartalsberichten. In den vergangenen sieben Tagen konnte das Papier bereits um 10,83 % zulegen.
Dennoch bleibt der Titel ein spekulatives Investment: Vom 52-Wochen-Hoch bei 8,90 USD ist der Kurs aktuell noch rund 63,26 % entfernt. Langfristig plant das Unternehmen, die Flugfrequenz bis zum Jahr 2027 auf vier bis acht Starts pro Monat zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Virgin Galactic derzeit Plätze für künftige Flüge zu einem Preis von 750.000 USD pro Sitz an.
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