VIROMED MEDICAL: 35-Prozent-Beteiligung an Saarland-Spinoff
Viromed Medical plant den Kauf der TDK-Tochter relyon plasma und treibt die Zulassung eigener Medizinprodukte voran.

- Übernahme von relyon plasma geplant
- Eigene Forschung und Fertigung angestrebt
- Zulassung für ViroCAP med läuft
- Aktie legt deutlich zu
Viromed Medical steht vor einem tiefgreifenden strategischen Umbau. Der bisherige Vertriebsspezialist will sich zu einem vertikal integrierten Technologieunternehmen wandeln. Als zentraler Baustein dafür dient die geplante Übernahme der relyon plasma GmbH aus Regensburg.
Millionen-Deal für Plasmatechnologie
Viromed hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, um sämtliche Anteile der TDK-Tochtergesellschaft zu erwerben. Der Kaufpreis soll im unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Vorbehaltlich einer erfolgreichen Due-Diligence-Prüfung erwartet das Management den Abschluss der Transaktion im zweiten Quartal 2026.
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Mit diesem Schritt holt sich Viromed eigene Forschungs- und Fertigungskapazitäten für atmosphärische Kaltplasmatechnologie ins Haus. Die Regensburger bringen ein internationales Patentportfolio mit. Das reduziert die Abhängigkeit von externen Produktionspartnern erheblich.
Regulatorische Hürden in der Humanmedizin
Parallel zum geplanten Zukauf treibt das Unternehmen die Zulassung eigener Medizinprodukte voran. ViroCAP med, ein System zur chronischen Wundheilung, durchläuft aktuell den MDR-Class-IIa-Zulassungsprozess. Ein vollständiger humanmedizinischer Rollout wird für das Jahr 2026 angepeilt.
Ein weiteres Projekt ist das System PulmoPlas zur Behandlung beatmungsassoziierter Pneumonie auf Intensivstationen. Die Kaltplasmatechnologie zerstört Erreger physikalisch und bietet damit einen Ansatz gegen zunehmende Antibiotikaresistenzen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert diese Entwicklung mit einem hohen sechsstelligen Betrag.
Partner bei PulmoPlas sind die Medizinische Hochschule Hannover und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Ein Einstieg mit 35 Prozent bei einem Spin-off der Universität des Saarlandes sichert das eingesetzte Forschungsmodell ab.
Finanzierungsfragen vor der Hauptversammlung
An der Börse honorieren Investoren den Expansionskurs. Die Aktie legte auf 30-Tage-Sicht um knapp 37 Prozent zu und notierte am Donnerstag bei 7,25 Euro. Der Börsenwert beläuft sich damit auf rund 144 Millionen Euro.
Die Kursgewinne gehen mit einer hohen annualisierten Volatilität von knapp 72 Prozent einher. Nun muss das Management die Finanzierung des ambitionierten Umbaus klären. Auf der Hauptversammlung im Juli erwarten Aktionäre konkrete Details zur zukünftigen Kapitalstruktur.
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