Visa Aktie: Einstieg bei Stablecoin-Startup
Visa investiert über Visa Ventures in Velocitys Series A und stärkt damit seine Position im Umfeld von Stablecoin-Zahlungen und Treasury-Lösungen.

- Visa Ventures steigt bei Velocity ein
- Series A wächst auf 48 Millionen Dollar
- Circle Ventures und Ripple ebenfalls beteiligt
- Stablecoins sollen Visa-Ökosystem ergänzen
Visa baut sein Engagement im Stablecoin-Geschäft weiter aus. Über die Investmentsparte Visa Ventures beteiligt sich der Zahlungskonzern an einer Aufstockung der Series-A-Finanzierung von Velocity, einer Plattform für Stablecoin-Zahlungen und Treasury-Management. Mit an Bord sind auch Circle Ventures, Ripple und Haun Ventures.
Die Erweiterung bringt zusätzliche zehn Millionen Dollar in die Runde, nachdem Velocity im Vormonat bereits 38 Millionen Dollar eingesammelt hatte. Insgesamt kommt die Series A damit auf 48 Millionen Dollar. Velocity positioniert sich als Infrastrukturanbieter, der Unternehmen erlaubt, Stablecoins für Abwicklung, Liquiditätssteuerung und Treasury-Prozesse zu nutzen, ohne bestehende Systeme austauschen zu müssen.
Strategisches Kalkül hinter der Beteiligung
Für Visa ist das Engagement Teil einer breiteren Linie: Stablecoins sollen als Ergänzung zum klassischen Kartengeschäft in das eigene Ökosystem integriert werden, statt es zu bedrohen. Rubail Birwadker, bei Visa für Wachstumsprodukte und strategische Partnerschaften verantwortlich, ordnet Velocity als Baustein ein, der Stablecoin-Abwicklung für Kunden und Partner zugänglicher machen soll.
Die Beteiligung von Ripple und Circle Ventures an derselben Runde unterstreicht, dass sich rund um regulierte Stablecoins mittlerweile ein dichtes Netzwerk aus etablierten Zahlungsakteuren bildet. Velocity selbst wirbt damit, Vorfinanzierungsbedarf zu senken und Abwicklungen über klassische Bankzeiten hinaus zu ermöglichen — ein Versprechen, das besonders für global agierende Finanzabteilungen interessant ist.
Für Visa bleibt es zunächst eine vergleichsweise kleine Wagniskapital-Position ohne unmittelbaren Bilanzeffekt. Der Schritt zeigt aber, wie systematisch der Konzern derzeit Beteiligungen im Stablecoin-Umfeld sammelt, um bei der weiteren Marktentwicklung nicht nur Zuschauer zu sein.
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