Vita 34: Ein kerngesundes Unternehmen

Mit den im Nabelschnurblut enthaltenen Stammzellen können schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leukämie geheilt werden. Deshalb lassen viele Eltern das Nabelschnurblut ihres Babys bei Vita 34 einlagern. Dieses Unternehmen glänzt nicht nur mit einem bewährten Geschäftsmodell, sondern auch mit einer soliden Bilanz und einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik.

© Vita 34
© Vita 34

Am 28. April 1997 gründete der Immunologe und Pionier der Nabelschnurblut-Einlagerung Dr. med. Eberhard Lampeter die Vita 34 Gesellschaft für Zelltransplantate mbH, die damals eine Zulassung als Arzneimittelhersteller erhielt. 2002 erfolgte die Umfirmierung in Vita 34 AG. Zum Erfolg dieses Unternehmens tragen erfahrene Chemiker, Biologen, Biotechnologen, Fachärzte und professionelle medizinisch-technische Assistenten bei.

Führende Positionierung im Bereich der Kryokonservierung

Das Angebot umfasst die Entnahmelogistik, Aufbereitung und Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe. Vorteilhaft ist die führende Positionierung des Unternehmens im Bereich der Kryokonservierung, mit der sich Zellen und Gewebe bei Temperaturen um minus 190 Grad Celsius am Leben erhalten lassen. Bei Bedarf können die Zellen und das Gewebe im Rahmen einer medizinischen Therapie eingesetzt werden.

Das Management von Vita 34 investiert kräftig in die Entwicklung neuer Produkte. Zu denen zählen beispielsweise Stammzellen-Therapeutika, die 2017 auf den Markt kommen werden. Und 2019 will das Unternehmen biotechnologisch hergestellte Produkte lancieren, die als Ersatz für Gewebe und Knochen verwendet werden sollen. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Vita 34 als eines der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands ausgezeichnet wurde. Außerdem zählt das Unternehmen weltweit zu den zehn einflussreichsten und innovativsten Nabelschnurblutbanken.

Vita 34 bietet eine Untersuchung der DNA des Nabelschnurblutes an

Eltern können bei Vita 34 entweder nur das Nabelschnurblut ihres Babys oder auch dessen Nabelschnurgewebe bis zu 50 Jahre lang einlagern lassen. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, das entnommene Nabelschnurblut und das Nabelschnurgewebe zu spenden. Im Rahmen des im August 2016 eingeführten Angebots VitaMeins&Deins ist es auch möglich, mit einem Teil des bei der Geburt gewonnenen Nabelschnurblutes für die Erhaltung der Gesundheit des eigenen Kindes vorzusorgen und den Rest des Nabelschnurblutes zu spenden.

Des Weiteren bietet Vita 34 eine Untersuchung der DNA des Nabelschnurblutes an, bei der unter anderem ermittelt wird, wie hoch das Risiko ist, dass das jeweilige Kind zum Beispiel eine Laktoseintoleranz oder eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) entwickeln wird. Alternativ dazu können Eltern bei Vita 34 die DNA einer Speichelprobe ihres Kindes untersuchen lassen.

Starkes Umsatzwachstum

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 steigerte Vita 34 den Umsatz um 16,9 Prozent auf 12,0 Millionen Euro. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verringerte sich von 1,7 auf 1,6 Millionen Euro. Dies ist jedoch angesichts der angefallenen Kosten für die Integration von übernommenen Unternehmen eine zufriedenstellende Entwicklung. Das im dritten Quartal erzielte EBITDA beträgt übrigens 0,7 Millionen Euro und liegt um 0,1 Millionen Euro über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

2017 soll die EBITDA-Marge steigen

Vita 34 will im nächsten Jahr durch eine intensive Neukundenakquise die führende Marktstellung im deutschsprachigen Raum stärken. Geplant ist auch der Ausbau der Innovationsführerschaft durch die Lancierung der bereits erwähnten Stammzellen-Therapeutika, die sich schon im Zulassungsprozess befinden.

Unabhängig davon prognostiziert Vorstandschef Dr. André Gerth ein solides Umsatzwachstum und einen Anstieg der EBITDA-Marge. Die Eigenkapitalquote (Ende 2015: 54,3 Prozent) soll nicht unter 50 Prozent sinken.

Aktionärsfreundliche Dividendenpolitik

Die Wachstumsperspektiven von Vita 34 sind hervorragend. Denn insbesondere im Bereich der regenerativen Medizin gibt es viele Einsatzmöglichkeiten für Stammzellen. Positiv zu werten ist zudem, dass Vita 34 den Umsatz bei weitgehend konstanten Fixkosten steigern kann, weswegen sich die Profitabilität mittelfristig deutlich verbessern wird.

Last but not least überzeugt der Nabelschnurblutbank-Betreiber mit einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik: Sowohl 2015 als auch 2016 haben die Vita-34-Aktionäre eine attraktive Ausschüttung erhalten. Derzeit beträgt die Dividendenrendite 3,3 Prozent.

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