Vivoryon Aktie: 10,4 Millionen Verlust statt 473 Millionen Gewinn
Vivoryon Therapeutics erwartet für 2028 einen Verlust von 10,4 Millionen Euro, nachdem zuvor ein Gewinn von 473 Millionen Euro prognostiziert wurde.

- Prognose von Gewinn zu Verlust gedreht
- Erwartetes Minus von 10,4 Millionen Euro
- Aktie nahe Jahrestief bei 1,28 Euro
- Finanzierung bis Q4 2026 gesichert
Von Millionen-Gewinnen zu roten Zahlen— bei Vivoryon Therapeutics hat sich das Blatt gewendet. Analysten strichen ihre Prognosen für das Jahr 2028 radikal zusammen. Statt eines massiven Gewinns droht nun ein zweistelliger Millionenverlust.
Der neue Ausblick wiegt schwer. Experten erwarten für 2028 nun ein Minus von 10,4 Millionen Euro. Zuvor stand noch ein prognostizierter Gewinn von rund 473 Millionen Euro im Raum.
Finanzielle Realität belastet den Ausblick
Die Erlöse des Biotech-Unternehmens liegen aktuell bei weniger als einer Million US-Dollar. Parallel dazu sanken die Erträge in den letzten fünf Jahren im Schnitt um fast acht Prozent jährlich. Das Unternehmen konzentriert sich auf Medikamente gegen entzündliche Nierenerkrankungen.
Im Fokus steht dabei der Wirkstoff Varoglutamstat. Die klinische Entwicklung kostet viel Geld. Vivoryon plant eine Phase-2b-Studie bei fortgeschrittener diabetischer Nierenerkrankung.
Der Start hängt jedoch von frischem Kapital oder neuen Partnerschaften ab. An der Börse hinterlassen die Nachrichten Spuren. Die Aktie notiert mit 1,28 Euro nur knapp über ihrem Jahrestief.
Klinische Ziele brauchen frisches Kapital
Auf Jahressicht verlor das Papier rund 26 Prozent an Wert. Ende 2025 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 5,6 Millionen Euro. Eine Privatplatzierung erhöhte diesen Puffer pro forma auf knapp elf Millionen Euro.
Das Geld reicht voraussichtlich bis in das vierte Quartal 2026. Im Juni veröffentlicht Vivoryon die Zahlen zum ersten Quartal. Im September folgt die Hauptversammlung, auf der das Management weitere Details zur Finanzierung präsentieren muss.
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