Vodafone Aktie: Safaricom hebt Prognose
Vodafone übertrifft Erwartungen und hebt Jahresziele dank Safaricom-Integration an. Die Aktie legt in London deutlich zu.

- Deutlich angehobene Jahresprognose
- Safaricom-Übernahme als Wachstumstreiber
- Service-Umsatz steigt zweistellig
- Deutsches Geschäft mit moderatem Plus
Vodafone legt am Montag Zahlen vor, die den Markt positiv überraschen. Umsatz und operatives Ergebnis liegen über den Erwartungen, und Konzernchefin Margherita Della Valle nutzt den Schwung, um den Jahresausblick deutlich nach oben zu korrigieren. Die Aktie reagiert in London mit einem Plus von bis zu vier Prozent auf 1,18 Pfund.
Auslöser der optimistischeren Prognose ist vor allem die Übernahme des kenianischen Telekomanbieters Safaricom, die nun erstmals vollständig in die Konzernzahlen einfließt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management jetzt mit einem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDAaL) zwischen 13,0 und 13,3 Milliarden Euro – deutlich mehr als die zuvor angepeilten 11,9 bis 12,2 Milliarden Euro. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte der Wert noch bei 11,4 Milliarden Euro gelegen. Der bereinigte freie Barmittelfluss soll unverändert zwischen 2,6 und 2,9 Milliarden Euro liegen, wobei das Management jeweils das obere Ende der Spannen anstrebt.
Service-Umsatz wächst zweistellig
Operativ zeigt sich Vodafone im ersten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2027, das Ende Juni endete, in guter Verfassung. Der Gesamtumsatz kletterte im Jahresvergleich um fast 10 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Der Service-Umsatz, die für Telekomkonzerne entscheidende Kennzahl, stieg um 9,8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro – organisch, also bereinigt um Wechselkurseffekte und Firmenkäufe, blieb noch ein Plus von 5,2 Prozent übrig. Analysten hatten hier mit weniger gerechnet.
Getrieben wird das Wachstum auch von der Konsolidierung von Three UK, die zusätzliches Volumen in die Bücher bringt. Das bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nach Leasingkosten verbesserte sich aus eigener Kraft um 6,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, nominal betrug das Plus 6,7 Prozent.
Deutschland wächst moderat
Im für Vodafone wichtigen deutschen Markt fällt das Wachstum verhaltener aus. Der Service-Umsatz stieg organisch um 1,2 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro – solide, aber weit entfernt von der Dynamik in anderen Konzernteilen. Für das europäische Geschäft insgesamt hält Vodafone an seinem Ziel von 7,6 bis 7,9 Milliarden Euro EBITDAaL fest.
Die laufende Integration von VodafoneThree schlägt sich derweil in den Kosten nieder. Für das Gesamtjahr plant der Konzern mit Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen von rund 0,7 Milliarden Euro, wovon etwa 0,4 Milliarden Euro allein auf den Zusammenschluss mit Three entfallen. Diese Belastungen dürften die Marge in den kommenden Quartalen weiter beeinflussen, während Safaricom und Three UK zunehmend zu tragenden Säulen des Konzernergebnisses werden.
Vodafone-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vodafone-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Vodafone-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vodafone-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vodafone: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




