Voestalpine Aktie: 0,75 Euro Dividende ausgezahlt

Voestalpine zahlt 0,75 Euro je Aktie aus. Analysten uneins über Kursentwicklung, während der Konzern an seiner grünen Transformation festhält.

Die Kernpunkte:
  • Dividende um 25 Prozent gesteigert
  • Umsatz und operative Gewinne verbessert
  • Analystenmeinungen stark auseinander
  • Ergebnisse zum ersten Quartal im August

Voestalpine hat die von der Hauptversammlung beschlossene Dividendenerhöhung nun tatsächlich an die Aktionäre ausgezahlt. Der Linzer Stahlkonzern schloss Mitte Juli die Auszahlung von 0,75 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025/26 ab – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits am 9. Juli war das Papier ex Dividende gehandelt worden, Stichtag für den Anspruch war der 10. Juli.

Die Anhebung fußt auf einem operativ deutlich verbesserten Geschäftsjahr. Voestalpine hatte Anfang Juni testierte Zahlen vorgelegt: Der Umsatz erreichte 15,1 Milliarden Euro, das EBITDA stieg auf 1,5 Milliarden Euro nach 1,3 Milliarden im Vorjahr, das EBIT lag bei 724 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 stellt der Konzern ein EBITDA zwischen 1,60 und 1,85 Milliarden Euro in Aussicht – eine Bandbreite, die weiteres Wachstum signalisiert.

Analysten driften auseinander

Während der operative Trend nach oben zeigt, fällt das Urteil der Analysten höchst unterschiedlich aus. Deutsche Bank Research bestätigte am 21. Juli ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 60,00 Euro und positioniert sich damit am oberen Rand der Erwartungsskala für das laufende Fiskaljahr. Gemessen am Schlusskurs von 44,58 Euro würde dies noch erheblichen Spielraum nach oben implizieren.

Deutlich skeptischer äußerte sich wenige Tage zuvor die Wiener Privatbank. Analyst Nicolas Kneip bestätigte am 15. Juli sein „Verkaufen“-Rating und hob den fairen Wert lediglich geringfügig von 41,50 auf 42,10 Euro an. Als Begründung nannte er ein unattraktives Chance-Risiko-Verhältnis nach dem jüngsten Kurslauf der Aktie. Die Spanne zwischen den beiden Einschätzungen bleibt damit ungewöhnlich groß und spiegelt die Unsicherheit über die weitere Bewertung des Titels wider.

Am Markt hat die Aktie den starken Lauf der vergangenen zwölf Monate zuletzt etwas verdaut. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 18,06 Prozent zu Buche, vom 52-Wochen-Hoch bei 49,22 Euro, erreicht Ende Februar, notiert das Papier derzeit rund 9 Prozent entfernt. Die kurzfristige Bewegung fiel zuletzt moderat aus, der 50-Tage-Durchschnitt liegt mit 44,85 Euro nah am aktuellen Niveau.

Hauptversammlung bestätigt Transformationskurs

Auf der 34. ordentlichen Hauptversammlung Anfang Juli bekräftigte Voestalpine den Fahrplan seines Umbaus zu einer emissionsärmeren Stahlproduktion unter dem Namen „greentec steel“. Die Inbetriebnahme der ersten Elektrolichtbogenöfen an den Standorten Linz und Donawitz bleibt für das erste Halbjahr 2027 terminiert. Der Umbau gilt als zentrales Investitionsprojekt des Konzerns und dürfte die Kostenstruktur und CO2-Bilanz mittelfristig verändern.

Für Anleger rückt nun der nächste Termin in den Fokus: Am 5. August legt Voestalpine die Ergebnisse zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vor. Ein weiterer Bericht zum zweiten Quartal folgt am 11. November. Die Zahlen dürften zeigen, ob sich die im Juni kommunizierte Guidance-Bandbreite auch operativ bestätigt – und damit, welche der beiden gegensätzlichen Analystenpositionen näher an der Realität liegt.

Angesichts der weit auseinanderliegenden Kursziele von 42,10 und 60,00 Euro dürfte die Aktie in den kommenden Wochen genau beobachtet werden. Die im Kontext der Dividendenzahlung sichtbare operative Stärke steht dabei einer Bewertung gegenüber, die nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen zwölf Monate von 75,93 Prozent zumindest aus Sicht einzelner Häuser bereits ausgereizt erscheint.

Anzeige

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Voestalpine