Voestalpine Aktie: 105 Prozent Gewinn in zwölf Monaten
Voestalpine steigert Jahresgewinn um 138 Prozent und senkt Schulden. Milliardenaufträge aus Luftfahrt und Bahn stützen den positiven Trend.

- Gewinn steigt um 138 Prozent
- Nettoverschuldung auf Tiefststand gesenkt
- Dividende soll auf 0,75 Euro steigen
- Milliardenaufträge aus Luftfahrt und Bahn
Schwache Baukonjunktur und geopolitische Krisen bremsen die Industrie. Voestalpine liefert ein völlig anderes Bild. Der österreichische Stahlkonzern meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen massiven Gewinnsprung. An der Börse zahlt sich das aus.
Die Aktie klettert heute auf 47,46 Euro. Damit rückt das Jahreshoch wieder in greifbare Nähe. Auf Zwölf-Monats-Sicht glänzt das Papier mit einem satten Plus von 105 Prozent. Ein klarer Vertrauensbeweis der Investoren.
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Gewinne rauf, Schulden runter
Das operative Geschäft brummt. Unter dem Strich verdiente Voestalpine 424 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von fast 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar sank der Umsatz leicht auf rund 15 Milliarden Euro. Niedrigere Rohstoffkosten glichen diesen Effekt jedoch mehr als aus.
Parallel dazu räumt das Management die Bilanz auf. Die Nettoverschuldung fiel auf den tiefsten Stand seit fast zwanzig Jahren. Ein starker freier Cashflow von über einer halben Milliarde Euro macht das möglich. Aktionäre profitieren direkt. Der Vorstand schlägt eine Dividendenerhöhung auf 0,75 Euro je Aktie vor.
Milliardenaufträge stützen Wachstum
Der Konzern profitiert von seiner Neuausrichtung. Das Management hat schwache Bereiche konsequent umgebaut. Stattdessen fokussiert sich Voestalpine auf lukrative Nischen. Die Luftfahrtsparte sicherte sich Aufträge über eine Milliarde Euro. Airbus gehört hier zu den wichtigsten Partnern.
Auch die Bahninfrastruktur wächst stark. Die Deutsche Bahn und die Schweizerischen Bundesbahnen bestellten Material für eine halbe Milliarde Euro. Derweil fließt viel Geld in den klimaneutralen Umbau. Das Programm „greentec steel“ verschlingt insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Die ersten neuen Elektrolichtbogenöfen starten im ersten Halbjahr 2027.
Der Blick richtet sich nun auf das laufende Jahr. Das Management peilt ein operatives Ergebnis zwischen 1,6 und 1,85 Milliarden Euro an. Am 1. Juli stimmt die Hauptversammlung über die höhere Dividende ab. Bis dahin stützt die starke Auftragslage den Kurs der Aktie.
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