Voestalpine Aktie: Ausverkauf hat auch hier zugeschlagen
Günstigere Energie- und Kostenbedingungen sprechen für CEO Eibensteiner bei einem möglichen Neubau für einen anderen Standort.

- Voestalpine-Aktie gibt 3,0 Prozent nach
- CEO bevorzugt günstigere Standorte für Neubau
- US-Behörde setzt vorläufig 47,21 Prozent fest
- Quartalszahlen am 11. November angekündigt
Voestalpine gehörte am Freitag im Umfeld eines breiten europäischen Ausverkaufs zu den größeren Verlierern an der Wiener Börse. Reuters berichtete von Sorgen um KI-Aktien nach dem US-Midterm-Ergebnis sowie über mögliche Einschränkungen bei KI-Rechenzentren als Auslöser der europäischen Verkaufswelle. Die Voestalpine-Aktie verlor an diesem Handelstag 3,0%.
Eibensteiner verweist auf günstigere Standorte
Daneben äußerte sich CEO Herbert Eibensteiner am Freitag in einem Interview zur Standortwahl für ein neues Werk. Laut Die Presse würde er ein solches Werk angesichts günstigerer Energiepreise und einer günstigeren Kostenbasis „woanders“ errichten.
Die Aussage bezog sich auf die Frage, wo Eibensteiner ein neues Werk bauen würde; konkrete Projekte oder eine Schließung bestehender Werke nannte er in dem Interview nicht.
Vorläufige US-Festsetzung für Rohrimporte
Zum unternehmensspezifischen Hintergrund gehört außerdem die vor rund zwei Wochen veröffentlichte vorläufige US-Antidumpingentscheidung für bestimmte österreichische OCTG-Importe. Das U.S. Department of Commerce setzte für voestalpine Tubulars GmbH & Co. KG eine Dumpingspanne von 47,21 Prozent fest. Die ebenfalls vorläufig festgesetzte Sicherheitsleistung beträgt 47,21 Prozent.
Voestalpine Tubulars war dabei der einzige österreichische Hersteller beziehungsweise Exporteur, den die US-Behörde einzeln untersuchte. Die Festsetzung betrifft bestimmte österreichische OCTG-Importe und hat vorläufigen Charakter.
Als nächster angekündigter Unternehmenstermin folgt am 11. November die Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27. Damit steht nach der Standortäußerung und der vorläufigen US-Festsetzung der bereits angekündigte Quartalsbericht auf dem Kalender. Der Termin betrifft ausdrücklich das zweite Quartal dieses Geschäftsjahres.
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