Voestalpine Aktie: Der Elektro-Hammer kommt!

Der neue Ofen soll ab dem ersten Halbjahr 2027 schrittweise Stahl erzeugen; UBS erhöhte ihr Kursziel auf 64 Euro.

Die Kernpunkte:
  • Kaltstart in ersten Ofenbereichen angelaufen
  • Rund 850.000 Tonnen Stahl jährlich geplant
  • UBS stuft Voestalpine auf Buy hoch
  • 16,4 Millionen Euro für Wasserstoffausbau bestätigt

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine treibt die Transformation seiner Produktion planmäßig voran. Am 12. Oktober gab das Unternehmen bekannt, dass die Montage des neuen Elektrolichtbogenofens am Standort Donawitz größtenteils abgeschlossen ist. In ersten Teilbereichen hat die Kalt-Inbetriebnahme bereits begonnen.

Für das erste Halbjahr 2027 plant der Konzern den schrittweisen Übergang zu einer elektrifizierten Stahlerzeugung. Im Vollbetrieb soll die neue Anlage jährlich rund 850.000 Tonnen CO₂-reduzierten Qualitätsstahl erzeugen. Die Umstellung gilt als zentraler Baustein in der langfristigen Strategie des Unternehmens, um den werkseigenen CO₂-Ausstoß drastisch zu verringern und Kunden mit emissionsärmeren Werkstoffen zu beliefern.

Verknappung im europäischen Markt stützt Perspektiven

Unterstützung für das Marktumfeld zeichnet sich auch von Analystenseite ab. Am 9. Oktober stufte die Investmentbank UBS die Voestalpine-Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel von 49,00 auf 64,00 Euro an.

Medienberichten zufolge verwies UBS-Analyst Andrew Jones vor allem auf ein sich verknappendes Angebot im europäischen Binnenmarkt. Geplante Schutzmaßnahmen der Europäischen Union dürften die Stahlimporte um rund 9 Millionen Tonnen reduzieren. Mögliche Produktionsunterbrechungen bei HKM sowie Risiken rund um den italienischen Standort Taranto könnten das verfügbare Angebot auf dem europäischen Markt zusätzlich einschränken.

Wasserstoffausbau und anstehende Halbjahreszahlen

Parallel zum Ofenbau in der Steiermark treibt Voestalpine weitere Zukunftsprojekte voran. Gemeinsam mit dem Partner VERBUND baut der Konzern die bestehende Pilotanlage H2FUTURE am Standort Linz aus.

Vor rund einem Monat wurden in Linz bereits Kernkomponenten für den dortigen Elektrolichtbogenofen angeliefert. Am 2. Oktober bestätigten die beiden Unternehmen eine Investition von 16,4 Millionen Euro, um die dortige Anlage um ein Reinigungs- und Verdichtungssystem sowie fünf Wasserstofftanks zu erweitern.

Die operative Transformation wird am Kapitalmarkt wohlwollend begleitet. Am Freitag notierte das Papier bei einem Schlusskurs von 44,40 Euro, was seit Jahresanfang einem Zuwachs von 18 Prozent entspricht. Detaillierte Einblicke in die Geschäftsentwicklung erhalten Anleger in wenigen Wochen: Am 11. November veröffentlicht Voestalpine die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27.

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