Voestalpine Aktie: Dividende auf 0,75 Euro

Voestalpine erhöht Dividende um 25 Prozent auf 0,75 Euro je Aktie. Der Gewinn des Stahlkonzerns steigt trotz leicht gesunkener Erlöse deutlich an.

Die Kernpunkte:
  • Dividende steigt auf 0,75 Euro
  • Gewinn mehr als verdoppelt
  • Umsatz leicht rückläufig
  • Aktie mit Kursschwäche im Juli

Voestalpine schüttet deutlich mehr an seine Aktionäre aus. Auf der Hauptversammlung am 1. Juli 2026 in Linz haben die Anteilseigner eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie beschlossen. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr, als 0,60 Euro flossen.

Der Ex-Dividendentag lag bereits am 9. Juli 2026. Die Auszahlung beginnt am 14. Juli 2026.

Gewinn springt trotz sinkendem Umsatz

Der Umsatz des Konzerns ging im Geschäftsjahr 2025/26 leicht zurück, von 15,7 auf 15,1 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern hat sich dagegen mehr als verdoppelt: Er stieg von 178,6 Millionen auf 424,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 137,6 Prozent.

Das operative Ergebnis (EBITDA) lag bei 1,5 Milliarden Euro. Zusätzlich erwirtschaftete Voestalpine einen freien Cashflow von 537 Millionen Euro und baute die Nettofinanzverschuldung weiter ab. Die neue Dividende passt zur bestehenden Ausschüttungspolitik des Konzerns, die eine Quote von 30 Prozent vorsieht.

Hinter den Zahlen steckt ein Konzern im Umbau. Voestalpine reorganisiert strukturell schwächere Geschäftsbereiche und treibt parallel internationale Wachstumsprojekte voran. Auch das Klimaprogramm „greentec steel“ liegt nach eigenen Angaben im Plan.

Aktie unter Druck trotz starkem Jahresverlauf

An der Börse zeigt sich derzeit ein anderes Bild als in der Bilanz. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 40,94 Euro. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 60,05 Prozent zu Buche.

Die letzten Wochen liefen schlecht: Der Kurs verlor in sieben Tagen 6,83 Prozent, binnen 30 Tagen sogar 7,83 Prozent. Seit Jahresbeginn bleibt trotzdem ein Plus von 5,90 Prozent übrig. Vom 52-Wochen-Hoch bei 49,22 Euro, erreicht am 25. Februar 2026, liegt der Kurs mittlerweile 16,82 Prozent entfernt.

Der Relative-Stärke-Index von 38,4 deutet auf eine leicht überverkaufte Lage hin. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei knapp 40 Prozent — ein Zeichen für die aktuelle Nervosität im Papier. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beträgt aktuell 7,36 Milliarden Euro.

Elektrolichtbogenöfen sollen 2027 starten

Der strategische Fokus für das laufende Geschäftsjahr bleibt unverändert: Stärkung der Geschäftseinheiten, internationale Wachstumsprojekte und die Umsetzung von „greentec steel“. Im Rahmen des Klimaprogramms sollen in der ersten Hälfte 2027 neue Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz starten. Sie sollen die CO2-Emissionen bis 2029 um 30 Prozent gegenüber 2019 senken.

Die kräftige Dividendenerhöhung signalisiert Zuversicht im Management. Ob sich diese Zuversicht auch im Aktienkurs niederschlägt, hängt nun davon ab, wie sich der jüngste Abwärtstrend in den kommenden Wochen entwickelt.

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