Voestalpine Aktie: EBIT steigt auf 307 Millionen Euro

Voestalpine startet mit 78,8 Prozent EBIT-Plus ins Geschäftsjahr 2026/27 und sichert sich den größten Auftrag der Firmengeschichte im Bahnbereich.

Die Kernpunkte:
  • EBIT-Sprung um 78,8 Prozent
  • Umsatz steigt auf vier Milliarden Euro
  • Rekordauftrag für Rail Baltica erhalten
  • Aktie seit Jahresbeginn 17 Prozent im Plus

Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine hat einen erfolgreichen Start in das neue Geschäftsjahr 2026/27 gemeldet. Im ersten Quartal stieg das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) signifikant um 78,8 Prozent auf 307 Millionen Euro.

Gleichzeitig verbesserte das Unternehmen den Umsatz auf 4 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 3,9 Milliarden Euro erwirtschaftet worden waren. Diese positive Entwicklung untermauert die Erwartungen der Konzernführung für das laufende Jahr.

Starke Performance zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026/27

Hinter dem deutlichen Ergebnissprung stehen solide wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine effiziente Kostenstruktur. Der Vorstand bestätigte in diesem Zusammenhang die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27. Erwartet wird ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite zwischen 1,60 und 1,85 Milliarden Euro.

Diese Guidance deutet auf eine stabile Fortsetzung der Geschäftstätigkeit hin, trotz der allgemeinen konjunkturellen Herausforderungen im Stahlsektor.

An der Börse wird diese Entwicklung positiv gewürdigt. Seit Jahresbeginn verbucht die Aktie ein Plus von 17 Prozent. Am heutigen Dienstag zeigt sich das Papier mit einem minimalen Rückgang von 0,05 Prozent auf 44,02 Euro nahezu unverändert zum Vortagesschluss. Damit notiert der Wert rund 11 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 49,22 Euro, das im Februar erreicht wurde.

Rekordauftrag für Railway Systems stärkt langfristige Perspektive

Ein wesentlicher Pfeiler für das künftige Wachstum ist der Bereich Railway Systems. Die Sparte sicherte sich Mitte Juli den größten Einzelauftrag ihrer Unternehmensgeschichte. Dabei handelt es sich um Framework-Verträge für das Infrastrukturprojekt Rail Baltica mit einem Gesamtvolumen von rund 470 Millionen Euro.

Voestalpine wird dafür bis zu 1.000 Hochgeschwindigkeits- und Standardweichen liefern, die mit vollständig digitaler Überwachungstechnologie ausgestattet sind.

Die Produktion für diesen Großauftrag soll an den Standorten in Litauen und Lettland erfolgen. Medienberichten zufolge ist die Auslieferung der ersten Prototypen für das Jahr 2027 geplant. Dieser Auftrag unterstreicht die technologische Führungsposition des Konzerns bei digitalen Überwachungssystemen im Bahnbereich und sichert die Auslastung der entsprechenden Produktionsstätten über mehrere Jahre hinweg ab.

Strategische Portfoliomaßnahmen und stabile Führung

Zusätzlich zur operativen Stärke treibt Voestalpine die Konzentration auf Kernbereiche voran. Der Verkauf der Tochtergesellschaft voestalpine BÖHLER Profil an das US-Unternehmen Kadant Inc. wurde bereits im April abgeschlossen.

Im Zuge dieser Transaktion übernahm der Käufer rund 150 Mitarbeiter. Solche Portfoliobereinigungen dienen dazu, die Profitabilität des Gesamtkonzerns weiter zu schärfen und Ressourcen gezielt in margenstarke Segmente zu lenken.

Auch in der Führungsebene setzt das Unternehmen auf Kontinuität. Der Aufsichtsrat verlängerte im März die Mandate im Management Board vorzeitig. CFO Gerald Mayer sowie die Divisionsleiter Carola Richter (Metal Forming) und Reinhard Nöbauer (High Performance Metals) bleiben demnach bis 2032 beziehungsweise 2030 im Amt.

Zur Finanzierung künftiger Vorhaben nutzte der Konzern zudem den Kapitalmarkt und stockte eine Wandelschuldverschreibung mit Fälligkeit 2028 um 35 Millionen Euro auf.

Ein Blick zurück auf das abgeschlossene Geschäftsjahr 2025/26 zeigt die Basis dieser Entwicklung: Bei einem Umsatz von 15,10 Milliarden Euro wurde ein Gewinn je Aktie von 0,89 Euro erzielt. Das aktuelle Upgrade durch JPMorgan im Juli, bei dem das Kursziel von 40 auf 50 Euro angehoben wurde, spiegelt die wachsende Zuversicht in die strategische Neuausrichtung und die operative Dynamik der Linzer wider.

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