Voestalpine Aktie: EU-Zölle treiben Rally
Der österreichische Stahlkonzern profitiert von EU-Schutzmaßnahmen, die zu stabileren Preisen und deutlich höheren Analystenerwartungen führen. Die Aktie verzeichnete ein starkes Kursplus.

- Starke Kursgewinne durch neue EU-Importregeln
- CBAM-Mechanismus schafft Wettbewerbsvorteil
- Analysten heben Kursziele und Prognosen deutlich an
- Operative Zahlen übertreffen die Erwartungen
Die Voestalpine Aktie hat sich 2025 mehr als verdoppelt – und der Höhenflug setzt sich fort. Der österreichische Stahlkonzern profitiert von einem fundamentalen Wandel auf dem europäischen Stahlmarkt. Die EU hat mit dem neuen Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) eine Schutzwand gegen Billigimporte errichtet. Das Ergebnis: stabilere Preise, bessere Margen und eine Neubewertung der gesamten Branche.
Die wichtigsten Fakten:
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- Kursplus von 111,8% in zwölf Monaten
- CBAM verteuert Stahlimporte um 40-70 Euro pro Tonne
- JPMorgan hebt Kursziel auf 40,60 Euro, UBS auf 43 Euro
- EBITDA-Prognosen für 2027 um 53% angehoben
CBAM verändert die Wettbewerbslage
Seit dem 1. Januar 2026 greift der CO2-Grenzausgleichsmechanismus vollständig. Importeure von Stahl müssen nun CO2-Zertifikate auf europäischem Preisniveau kaufen – eine Mehrbelastung von 40 bis 70 Euro pro Tonne. Für Voestalpine und andere EU-Produzenten bedeutet das einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Anbietern aus China oder der Türkei.
Die EU-Kommission dreht die Schraube weiter: Ab Juli 2026 sollen die Importquoten um 50% auf 18,3 Millionen Tonnen sinken. Zölle auf Nicht-Quoten-Importe verdoppeln sich von 25% auf 50%. Analysten erwarten dadurch stabilere Stahlpreise und höhere Margen für die etablierten Hersteller.
Operative Zahlen überzeugen
Die jüngsten Halbjahreszahlen zeigen, dass Voestalpine auch operativ liefert. Der Nettogewinn stieg um 9% auf 199 Millionen Euro, obwohl der Umsatz leicht auf 7,6 Milliarden Euro zurückging. Das EBITDA im zweiten Quartal übertraf mit 361 Millionen Euro die Erwartungen um 7 bis 8 Prozent.
Der Free Cashflow von 125 Millionen Euro lag ebenfalls über den Prognosen. Das Management reagierte prompt und hob die Jahresprognose für den Free Cashflow von 300 auf 350 Millionen Euro an.
Analysten werden deutlich optimistischer
JPMorgan stufte die Aktie auf “Overweight” hoch und setzte das Kursziel auf 40,60 Euro. Die Bank prognostiziert einen EBITDA-Anstieg von 15% für 2026. UBS geht noch weiter und sieht das faire Kursziel bei 43 Euro. Die Schweizer Bank erhöhte ihre EBITDA-Schätzungen für die kommenden drei Geschäftsjahre um 6%, 21% und 29%. Für die Stahldivision allein wurden die Prognosen sogar um 25%, 53% und 72% angehoben.
Ein zusätzlicher Kurstreiber könnte aus dem Automobilsektor kommen, der 40% des Umsatzes der Stahldivision ausmacht. In den laufenden Jahresvertragsverhandlungen mit den Herstellern könnten erstmals seit zwei Jahren wieder Preiserhöhungen durchgesetzt werden – Branchenbeobachter schätzen etwa 100 Euro pro Tonne.
Herausforderungen bleiben
Trotz der positiven Entwicklung bleibt das operative Umfeld anspruchsvoll. Als Reaktion auf US-Zölle und andere Belastungen baut der Konzern rund 340 Stellen ab und reduziert den Schichtbetrieb an den Standorten Kindberg und Mürzzuschlag.
Aus charttechnischer Sicht steht die Aktie vor einer wichtigen Marke. Ein nachhaltiger Ausbruch über das 52-Wochen-Hoch von 39,35 Euro würde den Weg zur 40-Euro-Schwelle freimachen. Die nächsten Quartalszahlen am 11. Februar 2026 dürften zeigen, ob sich die Margenerholung wie von Analysten erwartet fortsetzt.
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