Voestalpine Aktie: greentec steel ab Februar 2027

Voestalpine treibt die milliardenschwere Transformation zur grünen Stahlproduktion in Linz planmäßig voran. Der Bau des Elektrolichtbogenofens schreitet zügig voran, die Aktie profitiert.

Die Kernpunkte:
  • Elektrolichtbogenofen ab 2027 in Betrieb
  • CO₂-Reduktion um 30 Prozent geplant
  • Baufortschritt bei Halle und Infrastruktur
  • Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine verwandelt sein Werk in Linz in eine der größten grünen Stahlproduktionen Europas. 750 Arbeiter errichten derzeit die Infrastruktur für einen Elektrolichtbogenofen, der ab Februar 2027 die CO₂-Emissionen des Konzerns um 30 Prozent senken soll. Das 1,5-Milliarden-Euro-Projekt „greentec steel“ liegt im Zeitplan — und die Börse honoriert den Fortschritt.

Produktionshalle in Fußballfeldgröße

Das Herzstück des Umbaus ist ein Elektrolichtbogenofen, der künftig Stahl ohne Hochöfen produzieren wird. Die dafür errichtete Halle misst 100 mal 60 Meter Grundfläche und erreicht 65 Meter Höhe. Der Stahlbau soll im Juli 2026 abgeschlossen sein. Parallel entsteht die komplette Versorgungsinfrastruktur: ein Schrottsystem, ein Lager für direktreduziertes Eisen und ein Rohrpostsystem für die Qualitätskontrolle.

Ein 1,7 Kilometer langer Microtunnel unter dem Werksgelände ist bereits fertig und beherbergt neue 220-kV-Stromleitungen. Die Inbetriebnahme der Stromversorgung ist für November 2026 geplant. Bis Jahresende sollen Schrottversorgung, HBI-Lager und Prozessanalytik einsatzbereit sein.

Vier Millionen Tonnen CO₂ weniger

Das Projekt zielt auf eine Reduktion der weltweiten Konzern-Emissionen um knapp vier Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr bis 2029. Voestalpine setzt dabei auf regionale Wertschöpfung: Über 500 Zulieferer und Dienstleister sind beauftragt, mehr als 90 Prozent der Aufträge gingen an österreichische Unternehmen.

Die Aktie notiert bei 48,32 Euro und hat sich binnen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 49,10 Euro trennen sie nur noch 1,6 Prozent. Am Mittwoch, 3. Juni, legt der Konzern den Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2025/26 vor — mit weiteren Details zum Stand des Großprojekts.

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