Voestalpine Aktie: Jahresbericht 3. Juni entscheidend
Voestalpine legt am 3. Juni Jahresbericht vor. Trotz US-Zollbelastung könnte die EBITDA-Prognose erreicht sein, EU-Schutzmaßnahmen stützen.

- Jahreszahlen am 3. Juni erwartet
- EBITDA-Ziel trotz US-Zöllen im Fokus
- EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigstahl-Importe
- Neue Dividendenpolitik ab Juli geplant
Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat ein gutes Jahr hinter sich — und einen entscheidenden Termin vor sich. Am 3. Juni legt das Unternehmen die vollständigen Jahreszahlen vor. Ob die EBITDA-Prognose trotz US-Zollbelastung gehalten werden konnte, wird dann die eigentliche Antwort liefern.
Die Aktie schloss die Woche bei 45,32 Euro, ein Plus von rund 17 Prozent seit Jahresbeginn. Auf Zwölfmonatssicht hat sich der Kurs nahezu verdoppelt — ausgehend vom 52-Wochen-Tief bei 22,20 Euro im vergangenen Juni. Das 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro aus dem Februar liegt noch rund acht Prozent entfernt.
Solide Zahlen aus den ersten drei Quartalen
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (April bis Dezember 2025) legte der Gewinn nach Steuern um 25 Prozent auf 259 Millionen Euro zu. Der Umsatz sank infolge von Reorganisationsmaßnahmen auf 11,1 Milliarden Euro. Parallel dazu fiel die Nettoverschuldung um mehr als ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro — trotz laufender Investitionen in das Greentec-Steel-Programm zur grünen Transformation.
Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro an. Das Risiko: US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte, die seit März 2025 gelten, belasten das Ergebnis nach eigenen Einschätzungen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
EU-Schutzmaßnahmen als Gegengewicht
Was die US-Zölle belasten, kompensiert die EU teilweise auf der anderen Seite. Seit Januar 2026 müssen Stahlimporteure EU-Zertifikate zu europäischen Preisen kaufen — Importe aus China und der Türkei werden dadurch um 40 bis 70 Euro je Tonne teurer. Ab Juli 2026 verschärft die EU die Regeln erneut: Die zollfreien Importquoten sinken auf 18,3 Millionen Tonnen jährlich, außerquotierte Einfuhren werden mit 50 Prozent Zoll belegt.
Für Voestalpine bedeutet das ab dem zweiten Halbjahr strukturell weniger Billigstahl-Konkurrenz im Heimatmarkt. Das dürfte die Margen stützen.
Hauptversammlung im Juli
Nach den Jahreszahlen folgt am 1. Juli die Hauptversammlung — erstmals unter dem neuen Ausschüttungsregime. Künftig sollen 30 Prozent des Gewinns je Aktie ausgeschüttet werden, sofern das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA unter 2,0 bleibt. Über die konkrete Dividende entscheidet die Hauptversammlung.
Der Jahresbericht am 3. Juni wird zeigen, ob Voestalpine den oberen Rand der EBITDA-Spanne erreicht hat — und damit die Basis für die erste Ausschüttung unter den neuen Regeln legt.
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