Voestalpine Aktie: Positiv überrascht

Die Voestalpine-Aktie wird von Index-Käufen und gleichzeitigen Leerverkäufen zur Absicherung einer Wandelanleihe-Erhöhung beeinflusst. Das operative Geschäft bleibt stabil.

Die Kernpunkte:
  • Aufnahme in ATX five löst strukturelle Käufe aus
  • Wandelanleihe-Erhöhung erzeugt technischen Verkaufsdruck
  • Operative Kennzahlen zeigen robuste Entwicklung
  • Greentec-Steel-Programm zur Dekarbonisierung läuft

Der österreichische Stahlkonzern steht im März vor einer ungewöhnlichen Konstellation am Kapitalmarkt. Während die bevorstehende Aufnahme in einen elitären Börsenindex automatische Käufe auslöst, sorgt eine kurzfristige Anleiheemission für Gegenwind. Für Anleger entsteht dadurch eine komplexe Gemengelage, die den Kurs derzeit von zwei Seiten in die Zange nimmt.

Struktureller Rückenwind durch die Wiener Börse

Am 23. März rückt der Stahlproduzent in den ATX five auf und ersetzt dort den Energieversorger Verbund. Dieser Aufstieg in den Korb der fünf höchstgewichteten österreichischen Titel ist mehr als nur ein Prestigegewinn. Indexnachbildende Fonds sind gezwungen, ihre Portfolios entsprechend anzupassen und Papiere des Unternehmens unabhängig vom aktuellen Preisniveau zu erwerben. Diese strukturelle Nachfrage stützt einen Titel normalerweise spürbar.

Verkaufsdruck durch Wandelanleihe

Genau in diese Phase der Vorfreude mischt sich nun eine störende Kapitalmaßnahme. Das Management stockt die 2023 begebene Wandelanleihe um bis zu 35 Millionen Euro auf ein Gesamtvolumen von 285 Millionen Euro auf. Da die Platzierung bei institutionellen Investoren ebenfalls in der zweiten Märzhälfte über die Bühne geht, entsteht ein natürliches Gegengewicht zu den Index-Käufen. Profianleger sichern solche Positionen häufig über Leerverkäufe ab. Dieser technische Druck erklärt den jüngsten Kursrücksetzer auf gut 40 Euro, der die Aktie auf Monatssicht knapp elf Prozent ins Minus gedrückt hat.

Operatives Fundament bleibt stabil

Abseits dieser temporären Markteffekte präsentiert sich das Kernzielgeschäft äußerst robust. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres kletterte das EBITDA um gut sieben Prozent auf eine Milliarde Euro, während die Nettoverschuldung deutlich sank. Der Konzern hält an seiner Jahresprognose fest und treibt parallel sein 1,5 Milliarden Euro schweres Greentec-Steel-Programm zur Dekarbonisierung der Standorte Linz und Donawitz voran.

Sobald die gegenläufigen Effekte aus Indexaufnahme und Anleiheplatzierung Ende März abgeklungen sind, rückt die fundamentale Bewertung wieder in den Vordergrund. Mit einer gefestigten Bilanz, sinkenden Schulden und dem laufenden Umbau zur grünen Stahlproduktion verfügt das Unternehmen über eine solide Basis, um den langfristigen Aufwärtstrend seit dem Tief im vergangenen Frühjahr fortzusetzen.

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