Voestalpine Aktie: Rekord trifft Störung

Voestalpine sichert sich einen Rekordauftrag der Luftfahrtsparte, muss aber gleichzeitig einen ungeplanten Produktionsstillstand in Linz verkraften. Die operative Basis bleibt solide.

Die Kernpunkte:
  • Milliardenauftrag für Flugzeugteile von Airbus
  • Ungeplanter Hochofenausfall am Standort Linz
  • Solide operative Zahlen im laufenden Geschäftsjahr
  • Aktie hat sich im Jahresverlauf fast verdoppelt

Die High Performance Metals Division von Voestalpine hat das größte Luftfahrtauftragspaket der Unternehmensgeschichte gesichert — rund eine Milliarde Euro Volumen über fünf Jahre. Gleichzeitig meldet der Konzern einen ungeplanten Hochofenausfall in Linz. Ein gemischtes Bild zum Wochenstart.

Airbus-Auftrag sichert Kapfenberg auf Jahre

Kern der Vereinbarung ist die Lieferung von Nickelbasislegierungen und Schmiedeteilen für Triebwerke und Fahrwerke — verbaut in den Airbus-Familien A320, A330 und A350. Das Leistungsspektrum reicht von Hochleistungswerkstoffen bis zu globaler Logistik. Produziert wird an den steirischen Standorten Kapfenberg und Mürzzuschlag sowie bei der brasilianischen Tochter Villares Metals.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?

Strategisch besonders relevant: Das neue Spezialstahlwerk in Kapfenberg, das erst kürzlich in den Vollbetrieb überging, hat mit diesem Auftrag seine Auslastung auf Jahre gesichert. Die steigende Nachfrage nach Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen dürfte das Segment weiter stützen.

Hochofenausfall trübt das Bild

Parallel zur Rekordzahl kommt eine operative Störung: Ein Hochofen am Standort Linz befindet sich in einem ungeplanten Reparaturstillstand. Voestalpine geht davon aus, dass die Reparatur in wenigen Tagen abgeschlossen ist. Wie schwer das kurzfristig ins Gewicht fällt, bleibt abzuwarten — das Management hat den negativen Ergebniseffekt durch US-Zölle bereits mit 60 bis 80 Millionen Euro beziffert.

Der Luftfahrtsektor entwickelt sich dabei zunehmend zum Gegengewicht der belasteten Stahlsparten. Erst im März hatte Voestalpine Aufträge der Deutschen Bahn und der Schweizerischen Bahnen über 500 Millionen Euro bekanntgegeben — womit der Konzern innerhalb weniger Wochen Auftragsvolumina von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro vermeldet hat.

Operative Basis bleibt solide

In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres steigerte Voestalpine das EBITDA auf eine Milliarde Euro (+7,2 %), das EBIT kletterte um knapp 21 % auf 473 Millionen Euro. Die Jahresprognose für das EBITDA von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro bleibt unverändert.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits knapp 100 Prozent zugelegt — und notiert damit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob der Rekordauftrag weiteren Rückenwind liefert oder der Hochofenausfall den Impuls dämpft, dürfte sich bereits im heutigen Handelsverlauf zeigen.

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 13. April liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Voestalpine