Voestalpine Aktie: Schwierige Position?
Der österreichische Stahlkonzern meldet den größten Einzelauftrag seiner Geschichte, doch die Aktie fällt aufgrund von Sektor-Druck und Gewinnmitnahmen um über 2 Prozent.

- Größter Einzelauftrag der Firmengeschichte in Lagertechnik
- Aktienkurs fällt trotz positiver Nachricht um über 2%
- Gesamter Sektor zyklischer Werte gerät unter Druck
- Charttechnische Unterstützung bei 38,50 Euro im Fokus
Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern meldet den größten Einzelauftrag seiner Unternehmensgeschichte im Bereich Lagertechnik – doch statt Kursfeuerwerk folgt ein Minus von über 2 Prozent. Die Aktie rutschte am Freitag unter die psychologisch wichtige 39-Euro-Marke auf 38,76 Euro.
Die Fakten zum Rekordprojekt:
- Volumen: 41 Millionen Euro
- Auftraggeber: Führender türkischer Logistikdienstleister
- Standort: Istanbul
- Fertigstellung: April 2027
- Dimensionen: 40 Meter Höhe, 222 Meter Länge
Sektor belastet trotz operativer Stärke
Die negative Marktreaktion hat wenig mit dem Auftrag selbst zu tun. Vielmehr geriet der gesamte Sektor zyklischer Industriewerte unter Druck. Wachsende Rezessionssorgen belasten Stahlaktien europaweit – auch andere ATX-Werte wie Wienerberger zeigten Schwäche.
Das erhöhte Handelsvolumen deutet darauf hin, dass Anleger die Rally der vergangenen Monate für Gewinnmitnahmen nutzten. Die Voestalpine Aktie hat sich seit Januar 2025 von rund 17 Euro mehr als verdoppelt – ein Plus von über 120 Prozent in zwölf Monaten.
Lagertechnik als strategisches Standbein
Der Großauftrag unterstreicht die Diversifikationsstrategie des Konzerns. Die Metal Forming Division entwickelt sich zum verlässlichen Ergebnisträger und kompensiert die schwächelnde Nachfrage aus der Automobilindustrie.
In Istanbul entsteht ein Hochregallager mit automatisiertem Kleinteillager für Sportartikel. Das Projekt reiht sich ein in weitere Prestigeaufträge: In den Niederlanden wurden kürzlich zwei 45-Meter-Hochregallager für JYSK fertiggestellt, in Kentucky läuft der Ausbau eines neuen Produktionsstandorts.
Charttechnik unter Beobachtung
Mit dem Rutsch unter 39 Euro hat sich das kurzfristige Bild eingetrübt. Die nächste Unterstützung liegt bei 38,50 Euro. Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen und den Kurs in Richtung 37,50 Euro drücken.
Das Management hält an der Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest: Das EBITDA soll zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr erzielte der Konzern bei 15,7 Milliarden Euro Umsatz ein EBITDA von 1,3 Milliarden Euro. Am 11. Februar folgen die Q3-Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 – sie werden zeigen, ob sich die operative Stärke auch in der Konzernbilanz niederschlägt.
Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




