Voestalpine Aktie: UBS und Morgan Stanley senken Einstufung

Nach starkem Jahresplus stufen UBS und Morgan Stanley Voestalpine herab. Der Ausblick für das operative Ergebnis enttäuscht die Markterwartungen.

Die Kernpunkte:
  • UBS und Morgan Stanley senken Votum
  • Operatives Ergebnisziel unter Markterwartungen
  • Grüner Stahl: Neuer Ofen in Donawitz
  • Dividendenstichtag rückt näher

Voestalpine treibt den Umbau zur grünen Stahlproduktion zügig voran. Die Kassen sind gut gefüllt. Auf dem Parkett dreht sich allerdings die Stimmung. Nach einer massiven Kursrally treten erste Analysten auf die Bremse.

Der Dämpfer der Experten

Die UBS stufte das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Das Kursziel hoben die Schweizer zwar auf 50 Euro an. Sie sehen die Vorteile aus dem EU-Stahlschutz aber bereits eingepreist. Morgan Stanley reagierte ähnlich. Die US-Bank senkte das Votum auf „Equal-Weight“ und kürzte das Ziel auf 48 Euro.

Ein Grund für die Skepsis ist der Ausblick. Voestalpine peilt für das laufende Geschäftsjahr ein bereinigtes operatives Ergebnis von maximal 1,75 Milliarden Euro an. Der Markt hatte zuvor mit mehr als 1,80 Milliarden Euro gerechnet. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Grüner Stahl aus Donawitz

Operativ läuft der Konzernumbau nach Plan. In Donawitz geht nächstes Jahr eine neue Elektrolichtbogenofenanlage in Betrieb. Ab 2027 kombiniert Voestalpine dort grünen Elektrostahl mit dem klassischen Hochofen-Verfahren. Bis 2030 will das Management den Standort vollständig elektrifizieren.

Das spart massiv Emissionen ein. Der Konzern senkt seinen CO₂-Ausstoß in Donawitz so um mehr als 90 Prozent. Die Nachfrage der internationalen Bahnindustrie nach dem CO₂-reduzierten Stahl steigt bereits spürbar.

Auch die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres liefert ein solides Fundament. Die Nettofinanzverschuldung sank auf 1,3 Milliarden Euro. Die Verschuldungsquote fiel auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten.

Wichtige Frist für Aktionäre

Die Aktie schloss am Freitag bei 43,82 Euro. Das entspricht einem Wochenverlust von fast sechs Prozent. Langfristig glänzt das Papier allerdings mit einem Jahresplus von rund 97 Prozent.

Aktionäre blicken nun auf die kommende Woche. Der Vorstand plant eine höhere Dividende von 0,75 Euro je Anteilsschein. Für die Abstimmung im Juli benötigen Anleger bis zum 26. Juni eine Depotbestätigung. Dieser Stichtag könnte dem jüngsten Kursrutsch kurzfristig entgegenwirken.

Anzeige

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 21. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Voestalpine