Volatus Aerospace Aktie: Mirabel-Werk läuft – und jetzt?

Desjardins setzt 0,90 C$ als Kursziel; Volatus erweitert die Fertigung in Mirabel und strebt US-Zulassungen für Drohnen an.

Die Kernpunkte:
  • Desjardins vergibt Kaufempfehlung und Kursziel
  • V-Cortex flog ohne GNSS-Satellitensignale
  • Mirabel-Werk mit 53.000 Quadratfuß eröffnet
  • FAA-Ausnahmegenehmigung für FlyingBasket FB3 beantragt

Medienberichten zufolge hat das Analysehaus Desjardins Securities die Beobachtung der Aktie von Volatus Aerospace am 23. September mit einer Kaufempfehlung aufgenommen.

Die Analysten versahen das Papier mit der Einstufung „Buy“ und riefen ein Kursziel von 0,90 C$ aus. Dieser optimistische Impuls trifft auf ein Unternehmen, das seine technische und industrielle Basis vergrößert, an den Märkten jedoch vor der Aufgabe steht, den jüngsten Kapazitätsaufbau in messbare Erträge zu überführen. Im europäischen Handel schloss die Aktie am Freitag bei 0,3475 Euro.

Technologietests und Standortausbau in Mirabel

Auf operativer Ebene stehen die Fortschritte bei den unbemannten Systemen im Fokus. Wie bei den Flugtests der Autonomieplattform V-Cortex vor rund zwei Wochen demonstriert wurde, meisterte die Steuerungssoftware Flüge ohne GNSS-Satellitensignale allein über die bordeigenen Standardsensoren. Für das laufende Jahr 2026 stellte das Unternehmen weitere Erprobungen und Systemdemonstrationen in Aussicht.

Zugleich schaffte Volatus mit der Eröffnung des 53.000 Quadratfuß großen Werks in Mirabel neue industrielle Kapazitäten. An dem Standort für Fertigung und Systemintegration läuft bereits die Produktion von Drohnen-Dockingstationen.

Zudem ist das Werk für die Fertigung und Systemintegration der Fluggeräte der V-Serie und weiterer autonomer Plattformen vorgesehen. Das Unternehmen deklarierte den Schritt als Ausbau der Fertigungskapazitäten, nannte im Zuge der Eröffnungsvorstellung jedoch weder neue Kundenaufträge noch konkrete kurzfristige Umsatzerwartungen für die Anlage.

Behördenverfahren in den USA

Parallel zu den Produktionsschritten in Kanada treibt der Konzern seine Zulassungen im Nachbarland voran. Bei der US-Luftfahrtbehörde FAA liegt der Ausnahmeantrag von Volatus Aerospace vor gut drei Wochen vor.

Die US-Tochtergesellschaft strebt Genehmigungen an, um das unbemannte Flugsystem FlyingBasket FB3 mit einem Abfluggewicht von über 55 Pfund bis maximal 393,50 Pfund gewerblich betreiben zu dürfen. Der Einsatzbereich umfasst Außenlasten, Frachttransporte sowie Arbeiten an der Infrastruktur von Telekommunikationsnetzen.

Mit einer Marktkapitalisierung von 244,89 Millionen Euro notiert der Titel derzeit rund 37 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,5550 Euro. Für Anleger kommt es nun darauf an, ob die erweiterten Kapazitäten in Mirabel und die behördlichen Freigaben bald zu verbindlichen Geschäftsabschlüssen führen.

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