Volkswagen Aktie: 1.400 Stellen bei IAV gestrichen

VW kämpft mit sinkenden E-Auto-Reservierungen und Protesten beim Dienstleister IAV. Die Aktie verliert deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Proteste gegen 1.400 Stellenstreichungen bei IAV
  • Reservierungen für E-Autos halbiert
  • Bau einer vierten Batteriefabrik verschoben
  • Umsatz und Gewinn im ersten Quartal gesunken

Volkswagen kämpft an mehreren Fronten. Während die Verkaufszahlen für Elektroautos einbrechen, formiert sich bei den Dienstleistern massiver Protest. Die Transformation des größten deutschen Autobauers gerät ins Stocken.

Proteste und Stellenabbau beim Partner IAV

Rund 1.000 Beschäftigte demonstrierten am 19. Mai in Gifhorn. Sie protestieren gegen den geplanten Abbau von 1.400 Stellen beim Entwicklungsdienstleister IAV. Volkswagen hält die Hälfte der Anteile an diesem Unternehmen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?

Bis Mitte 2027 soll zusätzlich der Stammsitz in Berlin schließen. Davon sind 1.250 Mitarbeiter betroffen. Die Gewerkschaft IG Metall fordert nun ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Belegschaft.

Schwache Nachfrage bremst Elektro-Strategie

Die Nachfrage nach Stromern schwächelt massiv. Die Reservierungen halbierten sich nach Konzernangaben von ehemals 300.000 auf 150.000 Einheiten. Konzernchef Oliver Blume reagiert auf diese Entwicklung.

Er verschob die Entscheidung über eine vierte Batteriefabrik in Osteuropa. Aktuell fehlt laut Blume die geschäftliche Grundlage für eine Standortwahl. Parallel dazu mistet der Konzern sein Portfolio aus. VW stellte die Produktion des Touran Ende April nach 23 Jahren ein. Das Modell entsprach nicht mehr den neuen EU-Sicherheitsregeln.

Finanzielle Belastung und unruhige Hauptversammlung

Die Bilanz zum ersten Quartal spiegelt den Druck wider. Der Umsatz sank um rund 2,5 Prozent auf 75,66 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie brach auf 2,61 Euro ein.

Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 3,69 Euro. An der Börse bleibt die Lage angespannt. Die Aktie verlor seit Jahresanfang über 17 Prozent an Wert und notierte zuletzt bei 87,56 Euro.

Für die Hauptversammlung im Juni haben Aktionäre bereits Gegenanträge eingereicht. Sie thematisieren die Aufarbeitung des Dieselskandals. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat steht dabei ebenfalls zur Debatte. Im Sommer folgen die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal.

Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Volkswagen