Volkswagen Aktie: 7,4 Milliarden von Bain Capital

VW trennt sich für 7,4 Milliarden Euro von 51 Prozent der profitablen Tochter Everllence an Bain Capital.

Die Kernpunkte:
  • Bain Capital erwirbt 51 Prozent
  • Transaktionsvolumen beträgt 7,4 Milliarden
  • Kündigungsschutz bis 2030 vereinbart
  • Erlös fließt in Elektro-Umbau

Volkswagen braucht dringend frisches Kapital für den Elektro-Umbau. Jetzt macht der Konzern Kasse. Die Wolfsburger verkaufen die Mehrheit an ihrer profitablen Motorentochter Everllence. Der Finanzinvestor Bain Capital greift zu.

Milliarden für die Kriegskasse

Der Deal spült richtig Geld ein. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von rund 7,4 Milliarden Euro. Volkswagen gibt dabei 51 Prozent der Anteile an Bain Capital ab. Die restlichen Papiere behält der Autokonzern vorerst.

Ende Mai stand Everllence noch mit knapp 3,4 Milliarden Euro in der VW-Bilanz. Bain Capital zahlt folglich mehr als das Doppelte des Buchwerts. Kurz gesagt: ein massiver Aufschlag. Die Tochtergesellschaft entstand 2025 aus MAN Energy Solutions und baut unter anderem Schiffsturbinen.

Die Gewerkschaften haben den Verkauf eng begleitet. Für die fünf deutschen Standorte schließt das Management betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 aus. Das betrifft die Werke in Augsburg, Berlin und Hamburg sowie Oberhausen und Ravensburg.

Die Übernahme zieht sich allerdings noch hin. Frankreichs Arbeitnehmer und die zuständigen Kartellbehörden müssen den Plänen noch zustimmen. Volkswagen rechnet bis Ende 2026 mit dem endgültigen Vollzug.

Aktie bleibt im Abwärtstrend

Am Aktienmarkt verpufft die Nachricht bislang. Die VW-Vorzugsaktie schloss am Montag bei mageren 75,44 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 29 Prozent an Wert verloren.

Eine kleine Erholung gibt es dennoch. Vom jüngsten Tief bei 69,20 Euro Anfang Juli kletterte der Kurs zuletzt um neun Prozent nach oben. Trotzdem notiert die Aktie weiterhin deutlich unter der 50-Tage-Linie.

Das frische Kapital kommt zur rechten Zeit. Volkswagen investiert den Erlös direkt in neue Technologien und Elektro-Plattformen. Gelingt der Deal-Abschluss fristgerecht bis Ende 2026, sichert sich der Konzern wertvollen finanziellen Spielraum für den teuren Konzernumbau.

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