Volkswagen Aktie: Arbeitskampf-Drohung!

In Deutschland sind insgesamt 47.000 Arbeitsplätze von Abbauplänen betroffen; in Mexiko wurde ein vorläufiger Tarifabschluss vereinbart.

Die Kernpunkte:
  • Zusätzliche Abbaupläne für 12.000 Stellen bestätigt
  • IG Metall stellt Arbeitskampf ab Januar in Aussicht
  • Tarifgespräche beginnen am 24. November
  • Mexikanische Einigung umfasst 8,24 Prozent Steigerung

Volkswagen hat am Freitag nach Gesprächen mit der IG Metall zusätzliche Abbaupläne für 12.000 Stellen in Deutschland bestätigt. Laut dpa sollen damit insgesamt 47.000 Arbeitsplätze von den Abbauplänen betroffen sein.

Arbeitskampf und Gehaltsstopp im Fokus

Die IG Metall drohte Volkswagen am Freitag mit Arbeitskampf ab Januar, wie Reuters berichtete. Voraussetzung dafür sei, dass der Konzern die Kündigung der Tarifverträge nicht bis Ende Oktober zurücknimmt. Die Gewerkschaft knüpft ihre Forderung damit ausdrücklich an die Rücknahme der Kündigung.

Bereits am 19. Oktober hatte der Konzernbetriebsrat laut Reuters erklärt, Volkswagen plane einen Gehaltsstopp bis 2030. Dieser soll weltweit rund 660.000 Beschäftigte betreffen.

Am Freitag vereinbarten Volkswagen und die IG Metall außerdem den Einstieg in Verhandlungen über die gekündigten Tarifverträge und ihre gegenseitigen Forderungen. Als Auftakt ist der 24. November 2026 in Emden vorgesehen. Die Fortsetzung soll am 15. Dezember 2026 in Zwickau stattfinden.

Vorläufige Einigung in Mexiko

In Mexiko haben Volkswagen de México und die Gewerkschaft SITIAVW am Donnerstag dagegen einen vorläufigen Tarifabschluss vereinbart. Nach einem Bericht von Reuters wendet die Einigung einen Streik ab und gilt für zwölf Monate.

Das Paket umfasst nach Angaben der Gewerkschaft eine Gesamtsteigerung von 8,24 %, darunter eine direkte Lohnerhöhung um 4,4 %. Die Abstimmung der Beschäftigten über die vorläufige Vereinbarung ist für den 29. Oktober angesetzt.

Abseits der Tarifkonflikte bündelt Volkswagen die europäische Entwicklung von Fahrerassistenz und hochautomatisiertem Fahren in der neuen Organisation „OneTeam“. Medienberichten zufolge führt sie Kompetenzen von Cariad und den Konzernmarken zusammen; der formelle Start ist für November vorgesehen.

Für den 29. Oktober ist zudem die Veröffentlichung der Volkswagen-Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 angekündigt.

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